SEBASTIAN HACKEL – Mit sanften Schwung durchs Leben !

SEBASTIAN HACKEL – Mit sanften Schwung durchs Leben !

Einleitung :
Noch bevor der Druck vom E. L. 16 fertig wahr, fand man etwas Zeit, für ein neues Gespräch für das EL 17 .
Hatte dafür Sebastian Hackel ausgesucht weil ich ihn leider einfach zu lange aus den Augen verloren hatte, …….den Rest überlassen wir euch.

Interview :

01.) E.L. : Entschuldige die lange Wartezeit, komme erst aus der Sago Liedermacherschule zurück.
Schlagen also mit diesem Interview die erste neue Seite für das Extrem Liedermaching 17 auf.
Auch gut für das Gespräch aufgelegt ?

Hackel : Klar, wie ein Telefonhörer.

02.) E.L. : Ist ja auch schon ein paar Jährchen her, wo ich Live zusammen mit Lukas Meister im Merlin erleben dürfte.
Erstaunen hat mich doch die Recht hohe Zuschauer Zahl unterhalb der Woche.
Was könnte deiner Meinung nach dazu führen, das doch einige nach Feierabend lieber lebendige Kultur erleben wollen, statt sich vor der Glotze zu parken ?

Hackel : Im Fernsehen kommt schon immer und immer noch immer das gleiche und das Internet Zeit auf seine Weise.
Ich bin dankbar für jeden einzelnen Gast …. aus welchen Gründen auch immer wer kommt, willkommen !
Hut ab, wenn man es schafft, sich “ von der Glotze “ zu lösen und die Komfort Zone zu verlassen.
Vielleicht ist es die Antwort auf deine Frage :
Die Leute sind auf der Suche nach neuen Komportzonen und Erweiterungen.

03.) E. L. : Es gehört schon einiges dazu mit dem Koffer eigener Lieder ernsthaft unterwegs zu sein.
Im März 2011 viel der Startschuss für dein Album “ Kreide Blumen „.
Gab es auch Momente, des Zweifels, ob es die richtige Entscheidung war ?

Hackel : Nein, nie.

04.) E. L. : Nach dem dein Lied “ Warum sie Lacht “ ein einschlagender Hit war, hat es das Stück auf deine ersten beiden Alben geschafft.
Währe sicher auch vergleichbar mit Hannes Wader – “ Heute Hier Morgen Dort „.
Ein Hit der dich sicher die nächsten Jahrzehnte begleiten wird, oder doch nicht ?

Hackel : Ja tatsächlich, das tut und wird er tun.
Und ich bin sehr dankbar dafür.
Ich erlebe die größten und kleinsten Geschichten durch dieses/mit diesem Lied.
Ich erreiche Orte und Menschen, die ich mir vorher nicht hätte vorstellen können.
Und die Art und Weise, wie ich sie erreiche/meine Musik sie erreicht …aus unterschiedlichsten Ebenen heraus … Immer wieder bereichernd für mich.

05.) E. L. : Nach welchen Erfahrungen, Gelegenheiten werden deine Auftritte ausgesucht, oder was braucht es dich Buchen zu können ?

Hackel : Grundsätzlich kann mich jeder buchen.
Wobei buchen komisch klingt.
Natürlich habe ich immer einen Zeitraum im Jahr, wo ich auf Tour bin, entsprechend Bucht meine Agentur, wie es mit dem Routing und den Clubs gut ist.
Ich habe aber auch viele Anfragen, die bei mir selbst landen und da entscheide ich dann individuell.
Gib auch Mal Hochzeiten oder Geburtstage, aber da bin ich wirklich wählerisch, muss ich gestehen.:) Gibt auch immer wieder sehr persönliche und wirklich intime Anfragen, denen ich dann aber nicht nachkommen kann.

06.) E. L. : Deine Lieder zeichnen durch eine besonders wohltuende Gelassenheit aus, die sich wie ein gesundes Pflaster, auf Stress geplanten Menschen legen kann, wenn sie es zulassen.
Ist es dir auf besondere Weise gelungen, den Stress zu entkommen, der die meisten
“ Menschen “ Tag für Tag aufrüsten ?

Hackel : Nein, leider nicht.
Unter anderem deshalb mache ich ja meine Musik.
Eine meiner Stressbewältigung Strategien ….

07.) E. L. : Habe mal in einer Internet Sendung erfahren, das dein Bett aus Obstkisten bestehen soll.
Kann man das also so verstehen, das sich dein Eigentum immer auf das nötigste beschränkt, das in ein paar Reisekoffer passt ?

Hackel : Beneidenswert, wer so leben kann … ich kann es leider nicht.
Nein. Ich hab mir das Bett aus den Kisten nur gebaut, weil ich Lust hatte und das gut fand.
Kann ich übrigens nur empfehlen.


( Bild aus dem Video – “ Soll Die Welt sich „)

08.) E. L. : Mit deinem Video “ Soll die Welt sich „, ist dir eine besondere Momentaufnahme gelungen.
Kaum würde so einfach der Lebenslauf auf ein Kurzfilm gebracht.
Wie ist dir das mit den ganzen Genehmigungen, Recht am eigenen Bild, oder die Benutzung des Schwimmbades gelungen, dieses ausdrucksstarke Filmchen zu drehen ?

Hackel : Danke. Interessant, wie du das interprentierst.
Das Schwimmbad habe ich einfach angefragt, und sie hatten damit kein Problem.
Und die Protagonistin ist meine Oma … ich hab ihr gesagt, ich bin stolz auf sie, was sie “ immer noch “ aus sich macht, wie aktiv und engagiert sie ist in ihrem Alter … und das will ich zeigen.
Und sie war natürlich stolz, dass ihr Enkel das so sieht.
Sie hat immer wieder betont, sie könne aber gar nicht Schauspielern und wisse nicht, was sie dann machen soll.
Ich hab ihr gesagt, wir kommen einfach rum an einem Tag und dann soll sie das machen, was sie immer macht, wir sind nur dabei und halten es fest.

09.) E. L. : Habe ja mit dem Extrem Liedermaching Fanzine seit 11 Jahren meine eigene brotlose Kunst, die belächelt wird, aber auch von mehr als tausend Leuten genutzt – gelesen wird.
Gibt es da auch einige Fragen die sich bei dir auftun ?

Hackel : Nö, ehrlich gesagt nicht.
Finde es gut, dass du dich in dem Fanzine verwirklichst.

10.) E. L. : Eine wirkliche Augenweide, ist dein “ Elefanten “ Märchenbuch, was offenbar zu Recht, hohen Absatz findet.
Sind es die einfachen Geschichten, die einfach ein hohes Maß an Glück in unser viel zu technisches Leben zurückbringen ?

Hackel : Klar, man hat das Gefühl, dass alles komplexer und unüberschaubarer wird auf der Welt.
Da sehnen sich viele nach Minimalismus und Reduzierung.


( Album : Kreideblumen )


( Album : Tageszeitenkurier )


( Kinderbuch : Ein Elefant )

11.) E. L. : Wenn nicht gerade Winter ist, sieht man deine Füße eher selten in Schuhen.
Welche Erfahrung hat dich dazu gebracht, deine Füße, so viel wie möglich, Freiheit Entfaltung zu ermöglichen ?

Hackel : Ich hab noch in der Schulzeit damit angefangen, einfach Mal keine Schuhe anzuziehen, weil es einfach unheimlich warm war und die Schuhe meinem Empfinden nach nur gestört haben.
Flipflops waren auch nicht sonderlich bequem.
Joa. Im Freibad oder am Strand rennen doch auch alle ohne Schuhe rum.
Warum sollte man das nicht auch im Alltag machen ?
Dachte ich mir.
Es tat mir einfach gut und fühlte sich frei an.
Die Wahrnehmung verändert sich, wird angereichert … und es ist halt auch einfach Einfach.
Man braucht keine Schuhe.

12.) E. L. : Was fällt dir zu folgenden Stichworten ein.

– Einfach Klasse : Zugfahren und Tafel

– Kinder Frühstück : Kinder Riegel Verpackung

– Sabo Liedermacher Schule : muss ich Mal googlen

– Flohmarkt : Dresden Elbufer, jeden Samstag

– Jugendfarm : Erziehungscamp Brandenburg

– Erben : Hören Erben in Leipzig

– Hamburger Küche Sessions : Jens‘ Gesicht

– Bild : Zeitung

13.) E. L. : Bin leider nur stolzer Platten-hörer-Besitzer deines “ Kreide Blumen“
Albums.
Schildere mal inforeich, welche wichtigen Eindrücke deine Alben festhalten.

Hackel : Ich denke, jeder Hörer verbindet eigene persönliche Eindrücke mit der Musik/den Platten … meine Eindrücke würden die eigenen Bilder nur stören.

14.) E. L. : Muss leider gestehen das mir der rote Faden des Interviews entgleitet, nach dem die letzten Tage wirklich einige Fragerunden anstanden.
Überlasse dir also die Möglichkeit, eine eigene Schluss Marke zu setzen ! !

Hackel : „Andere Leute haben ein Herz, ich an der Stelle eine Forelle.“

Kontakt Homepage : www.sebastianhackel.de/

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