[Review] Scritikall – Draft

Was mir als erstes hier auffällt ist das dieses tolle, aber recht einfache Artwork. Es verrät nichts, zeigt keinen Weg auf und macht trotzdem neugierig auf die Platte hier, finde ich jedenfalls.

Scritikall – Draft

Nun denn, also einfach mal reinhören was Scritikall hier so machen.
Sechs Lieder sind hier auf der Scheibe zu finden und diese bewegen sich in der Rockmusik, doch wenn ich nun hier genauer hinhöre dann wird es doch ein wenig spezieller.
Es ist nicht einfach nur Hard Rock, oder Rockmusik die hier geboten wird, sondern es ist recht vertrackte, durchdachte Sachen.
Nebenbei, ich schreibe die ganze Zeit von Rockmusik, doch glaube ich das dieser Begriff hier bei Scritikall doch ein wenig in die irre leiten könnte, denn das ganze was die Band hier aus Frankreich macht könnte so irgendwie auch im Death Metal angesiedelt sein.

Rock Musik, Death Metal, oder was? – Klar, klingt nun komisch, aber die Elemente der Band könnten auf beiden Seiten teilweise gut passen. Entweder progressiver Rock, oder eben auch hier und da Death Metal mit arg modernen Einflüssen.

Nun, was soll ich hier nun schreiben, die Band macht es mit ihrem Sound und Stil hier nicht leicht. Sechs vertrackte Lieder die kreativ und frei durch die Genre schlüpfen, aber dabei dann doch irgenwie sich gefangen anfühlen und nicht einfach die Kreativität vollends freigeben und sich austoben lassen.

Der Sound hat einfach so richtig Potential, finde ich, aber verharrt dann doch in der eigenen Erwartungshaltung. Kann nun meine Vermutung des ganzen hier einfach nur sein, vielleicht wollte die Band genau das hier machen, klingt damit aber wie andere und nicht so originell wie es vermutlich sein soll. Wie gesagt, die Kreativität klingt hier einfach ein wenig gebremst und noch zu sehr in Schubladendenken verhaftet. Wenn diese Bremse fallen sollte und sich die Band weiter öffnet könnte ein richtiger Kracher kommen.
So ist das hier zwar auch kein schlechtes Album, überhaupt nicht und die Lieder können auch schon überzeugen so wie sie sind, doch fehlt mir hier für mich einfach noch ein Überflieger.

Ach verdammt, es ist ein Jammern auf hohem Niveau, Scritikall haben hier schon ein gelungenes Album abgeliefert, doch meine Erwartungshaltung ist einfach sogleich noch ein Level nach oben gegangen, nur weil etwas noch besser und abgedrehter, kreativer und freier sein könnte heißt das nicht sogleich das die Scheibe hier schlecht ist, im Gegenteil, sie kann wie sie ist schon arg überzeugen.

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Tracklist
1. Yelling
2. Endorphin
3. Still Intact
4. Disturbs And Manhandles
5. Max.1 (feat. Max Dozolme)
6. Draft

Erscheinungsdatum
2017

Label
School’s out Agency

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