[Review] The Professionals – What in the World

Groß wurde dieses Album hier angekündigt, als Comeback der The Professionals 35 Jahre nach ihrem Debüt und nach fast 40 Jahren von Never Mind The Bollocks von den Sex Pistols.
Lange sind die Dinge also her auf die sich hier bezogen wird.

Muss die Band und die Musik dieses Albums hier sich nun also so arg auf die Vergangenheit beziehen, auch wenn es die eigene der Musiker sein mag?
Klar, ist die Band des ehemaligen Sex Pistols Drummers Paul Cook, aber sonst?

Gehen wir einfach mal davon aus das mich weder die Sex Pistols noch ihre Mitglieder irgendwie interessieren und mich auch der musikalisch geschichtlicher Kontext nicht weiter berührt.
War Punk, war früher und war wenn dann die Musik der Eltern, aber nicht meine. Nicht meine Generation. Was vielleicht den Zugang zu dieser Scheibe hier näher bringt.

The Professionals sind alte Männer die Bock haben zu rocken und das auch einfach machen. Das ist dann wieder Punk, denn sie machen, auch nach 35 bis 40 Jahren einfach wozu sie Lust haben. Das finde ich sympathisch, ebenso wie die Fotos im Artwork. Die sehen authentisch aus. Einfach echt. Einfach Männer die Musik machen. Nichts mehr.

Die Scheibe hier klingt einfach echt. Das finde ich gut. Nichts geschönt und ohne irgendwelchen Schnickschnack, ohne posen und dergleichen.
Die Platte klingt gut, nicht umbedingt nach den Sex Pistols, was vielleicht dann nur ein interessanter Werbeeffekt darstellen soll, sondern die Scheibe klingt einfach nach Rock Musik.

Mein Fazit: Wenn ich alles an Werbeeffekten weg lasse und mir einfach nur diese Scheibe anhöre dann muss und darf ich sie vollkommen losgelöst bewerten.
Ist vielleicht genau mein Vorteil das ich nicht so viel Bezug zu den vorgenannten habe. Somit liefern die The Professionals hier einfach ein rockiges Album ab. Ein Album worauf die Musiker wahrscheinlich einfach nur Lust hatten es zu machen, weil sie mal Musik machen wollten. Nach der langen Zeit.

Ansonsten ist die Scheibe jetzt nicht so die Revolution der Musik und gibt dieser sicherlich auch keine neuen Impulse wie vielleicht andere Alben auf denen sich im Werbetext bezogen wurde. Dafür rockt die Scheibe einfach gut nach vorne und macht Laune sie zu hören. Teilweise eingängige Lieder, abwechslungsreich und dabei mit einer klaren Linie.
Einfach ein punkig rockiges Album von ein paar Männern welche Lust hatten ein wenig zu rocken.

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Tracklist
Good man down
Let go
Going going gone
Extremadura
Rewind
Hats off
New generation
Take me now
Bad baby
Monkeys

Erscheinungsdatum
27.10.2017

Label
Metalville (Rough Trade)

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