[Review] The Dad Horse Experience – I am a stranger here below

Was für ein Schnappschussplattencover, welches The Dad Horse Experience hier als Plattencovermotiv ausgewählt haben. Der Zitronenhund sagt hier würde Capser, das Gespenst, vom Plattencover grüßen. Ich muss sagen, ich habe davon leider keine Ahnung. Aber die Stimmung des Plattencovers gefällt mir ausgesprochen gut. Dieses warme, sommerliche. Erinnert mich ein wenig an Südeuropa, genauer an Spanien. Sehr trocken, sehr warm und auch sehr leer. Diese Ruhe, die hier ausgestahlt wird. Das alles hat ein wenig was von einem Roadtrip, aber ich schweife ein wenig ab, oder?

Doch soweit bin ich hier nun doch nicht vom Weg der Plattenbesprechung abgekommen, wobei ein wenig vom Weg abkommen sicher zum Roadtrip dazugehören kann.
Die sommerliche Stimmung, aber auch dieses Roadtrip Feeling, dieses Reisen in fremden, schönen, trockenen und vor allem warmen Gebieten bildet sich hier bei The Dad Horse Experience nicht nur im Artwork ab, sondern diese Stimmung kommt vor allem im Album selber, also in der Musik rüber.

I am a stranger here below ist für mich damit vielschichtig zu sehen. Einmal dieses Reisen, vielleicht mit einem Campinggefährt, irgendwas schönen, vielleicht auch langsamen mit dem ohne bestimmten Ziel durch die Lande gefahren wird und dazu die Scheibe hier läuft. Mag vielleicht ein wenig kitschig, vielleicht auch ein wenig romantisch klingen, aber diese Stimmungen kommen hier auf während ich diese Scheibe hier höre.

Mein Fazit: Im Kern mag vielleicht das Genre das The Dad Horse Experience spielt hier überhaupt nicht in den biotechpunk passen; jedenfalls auf dem ersten Blick. Aber wenn ich genau reinhöre, mich ein wenig mit dem Album beschäftige ist es genau diese Musik die hier passt und mir gefällt. Das ist genau die Musik die mir gerade Spaß macht.
Eingängige kleine Lieder, kleine Geschichten die hier erzählt werden. Ein wenig wie der Einsame Gitarrenmann der durch die Welt streift wie ein Lonesome Cowboy. Wie ein Wanderprediger, welcher selbstlos seine Lieder spielt und ein jeder der sie hören mag kann hören.

Dabei beginnt das Album recht Country lastig, aber geht dann immer weiter und tiefer durch die Elemente, von Country zu Gospel und was dazwischen noch so passen mag. Wobei ich finde das dies nur die Rahmenbedingungen sind und The Dad Horse Experience hier im Kern einfach diese Elemente als Rahmen nutzen und da drin wird dann gemacht was gefällt.

Ein schnelles Fazit im Fazit; I Am A Stranger Here Below ist ein gelungenes, überzeugendes Album geworden, welches kreativ und frei daher kommt und mit damit einfach nur gefällt. Hier ist Musik wie sie sein sollte und damit den Bogen zum Punk schlägt; einfach frei in dem wozu sie Lust und Laune hat. Eine sehr schöne Platte.

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Tracklist
That’s The Day
I Know Your Name
My Last Ride
You’ll Lose A Good Thing
World-Self-Pity-Day-Blues
My Rough & Rowdy Ways
Down The Mississippi
Ich Steig In Die Bahn
Wicked Path Of Sin
I Am A Stranger Here Below

Erscheinungsdatum
14. Dezember 2017

Label
Sacred Flu Productions