[Lesestoff] Plastic Bomb – Nummer 102

Eine Plastic Bomb Ausgabe mit David Hasselhoff auf dem Cover. Das musste ich mir doch dann gleich mal kaufen, wenn ich denn mal in einer Bahnhofsbuchhandlung stehe, zugleich auch noch in Gütersloh. Hat irgendwie was von den Bravo Magazine aus meiner Kindheit, also er neben anderen Stars regelmäßig die Heftcover zierte. Lange ist es her und nun ist er eben hier auf der Plastic Bomb.

Das alles hat auch seinen Grund und seinen Sinn, denn Ullah war auf einer Fankreuzfahrt mit eben The Hoff. So wie er auch bei McFit war, doch das ist hier in der Ausgabe eine vollkommen andere Geschichte.

Die Ausgabe der Plastic Bomb lebt streckenweise von solchen Erlebnisberichte, wie eben die Kreuzfahrt mit David Hasselhoff, dem McFit Besuch, einem Konzertbericht von einem Alice Cooper Konzert in Krefeld, Neues aus der Welt der Kunst, diesmal über Ausstellungseröffnungen, aber auch einem Einsatzbericht über die Rettungsboote im Mittelmeer, welche Flüchtlinge retten.

Neben den eher spassig-unterhaltsamen Berichten lässt sich damit auch ziemlich ernste Themen finden. Der Bericht über die Mittelmeerrettungen ist dabei einer der härtesten, aber auch sehr spannend zu lesen.

Daneben gibt es dann wie gewohnt die Geschichten aus der Gruft, welche sich diesmal mit den NeuSchwabenländer beschäftigen, dann die wie immer politische Kolumne von Chris Scholz, gefolgt von einem sehr lesenswerten Bericht über die eigene Nationale Identität. Ebenfalls eine Kolumne, welche ich sehr spannend zu lesen fand, vor allem weil es nicht direkt darum geht das im sich selber darüber zu definieren, sondern auch wie man als Mensch darüber definiert wird durch die Mitmenschen.

Es gibt hier noch einiges anderes zu finden in der aktuellen Plastic Bomb. Wie immer gibt es Plattenbesprechungen, Fanzinebesprechungen und die Führerecke. Es gibt Interviews mit The Offenders, GBH, Buster Shuffle, Dirk Bernemann, Feine Sahne Fischfilet, Donots und den Maniacs.
Alles recht spannend und locker zu lesen und damit eben auch recht kurzweilig ausgefallen.

Auch spannend fand ich die Fanzine-Kolumne die sich hier diesmal mit dem Okapi Riot beschäftigt. Der Grundgedanke welcher hinter dem Okapi Riot steht hat mir gut gefallen und als Input zugesagt. Der Feminismus der hier vertreten wird ist, auch bezogen auf die Alternativen Strömungen wie Punk oder alternativen Lebensweisen, finde ich als guten Hinweis und Gedankengang. Ich glaube mit diesem Fanzine sollte ich mich ein wenig mehr beschäftigen.

Mein Fazit: Die Ausgabe 102 des Plastic Bomb fand ich diesmal recht unterhaltsam und auch lesenswert. Das Heft hat sich locker weglesen lassen, wobei es nicht so einfach war wie die eingangs erwähnte Bravo, sondern die Texte und auch Interviews sind schon sehr umfangreich ausgefallen, dabei aber eben so gut gemacht und geschrieben das ich beim Lesen nicht gemerkt habe wie die Zeit so vergeht, was ich hier für ein gutes Zeichen halte. Gefällt mir. Manche Sachen dürfen gerne noch umfangreicher und detailreicher sein, wie der Seenotrettungsbericht, doch wer auf Facebook die Projekte wie Sea Watch verfolgt kriegt hier schon einiges mit.