[Review] War on Women – Capture The Flag

War on Women heißt die Band hier und sie bringen mit ihrem neuen Capture The Flag Album einen ordentliche Portion Wut aber auch Energie mit.

Auf den ersten Blick und die ersten Töne ist hier eine sehr wütende und laute Veröffentlichung vorzufinden. Doch wenn ich ein wenig weiter blicke dann ist hier viel mehr als dies zu entdecken.

War on Women sind wütend, die Lieder stecken voller Energie und auch eine gewisse Unruhe ist hier zu finden. Das treibt die Lieder damit nach vorne, auch die ruhigen Lieder und die ruhigen Momente. Auf der anderen Seite wird aus dieser Wut, dieser Energie und auch aus dieser Unruhe massiv kreatives Potential gezogen. Die Lieder stecken einfach voller Ideen die hier einließen und in ihnen umgesetzt werden.

Sehr wunderbar an den Liedern hier auf dem Album finde ich das ich aus allen keine Unruhe sondern positive Energie gewinnen kann. Die Wut wird hier eben nicht in Hass ungewandelt sondern in schaffende Kräfte. Das ist vielleicht auch der besondere Momente in den Liedern hier selber, aus den Situationen wird was neues Geschaffen, nicht zur Zerstörung von allem gegriffen.

Mein Fazit: Die Musik ist hier recht schwer in Worte zu fassen. Sie geht nach vorne, macht ordentlich Laune und könnte Live noch mal eine noch größere Nummer werden als es hier auf der Platte schon ist.
Die Lieder von War on Women erzählen allesamt Geschichten, welche hier mit passender, ausgefeilter Musik unterlegt wird. Das ist Punk, Hardcore, aber auch durchdacht und vielschichtig aufgebaut.
Mich kann die Musik erreichen, wobei über die Länge des Albums das ein wenig nachlässt. Am Anfang werden ordentlich Punkte verteilt, dann geht es leider ein wenig in die Länge, aber nur kurz, um dann wieder richtig an Fahrt aufzunehmen. Das ist wahrscheinlich wegen dem Spannungsbogen so aufgebaut.

Musikalisch kann es überzeugen und erinnert mich ein wenig an S.O.D., oder Slayer auf der Undisputed Attitude. Nicht so extrem vielleicht, dafür mit mehr durchdachten Strukturen und ein wenig mehr musikalischen Tiefgang, aber es ist nun auch wieder zwanzig Jahre später als die Beispiele hier.

Also, die Platte der War on Women kann überzeugen, hört rein. Lohnt sich, finde ich und bietet wütenden, nach vorne gehenden, positives fordernden Punk.

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Tracklist
LONE WOLVES
SILENCE IS THE GIFT
CAPTURE THE FLAG
DICK PICS
PLEASURE & THE BEAST
CHILDBIRTH
THE VIOLENCE OF BUREAUCRACY
DIVISIVE SHIT
PREDATOR IN CHIEF
ANARCHA
YDTMHTL
THE CHALICE & THE BLADE

Erscheinungsdatum
13.04.2018

Label
Bridge 9 / Soulfood

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