Death Magentic | Metallica

Metallica sind wieder da, mit einem neuen Album. DEATH MAGNETIC nennt sich dieses gute Stück, enthält 10 Lieder und geht gute 70 musikalische Minuten lang.

Als Motto der Platte könnte man sagen, das die Band einen Schritt zurück geht um zwei Schritte voranzukommen.
Es sind sicherlich einige Zitate in die eigene Bandvergangenheit zu finden.

Sehr schön finde ich übringens auch das Metallica nun (endlich) wieder ihr altes Bandlogo zurückhaben.

Los geht es mit That was just your life.
Ein langes Intro leitet den ersten Song und diese CD ein. Das Intro ist lang, aber zum Glück nicht zu lang um mein Interesse an diesem Stück zu zerstören. Sobald das Intro überwunden ist rockt der Song los und klingt wie aus den guten alten Metallica Zeiten in den achtizger.
Aber nicht nur nach den Alten Kram, es wird sich nicht nur selber kopiert, so alt und ideenlos sind die Jungs dann doch nicht.
Ein sehr gutes Metallica Stück, auf das viele sicherlich seit dem schwarzen Album gewartet haben. Sieben Minuten und acht Sekunden echten Metallica Metal.

The End of Line ist das zweite Stück der Platte.
Der Song klingt zum Anfang so als könnte er auch auf dem …justice for all Album draufgehören, oder aber dem schwarzen Album.
Nach den kurzen Intro rockt das Stück los, eine Mischung aus Schwarzem Album und Load, finde ich. Wer diesen Song hört wird eindeutig Metallica heraushören. Eigendlich bleibt keine andere Möglichkeit.
The End of Line rockt und groovt. Ein Kopfnicker und Kopfschüttler, dieser Song.
Ich nenne nun keine Vergleichbaren Songs aus der Bandvergangenheit, es sind aber eindeutig diese Vergleiche zu finden wenn man will.
Ein sehr gutes Stück, finde ich. Die Platte fängt mit diesen beiden Liedern schon vielversprechend an.

Broken, Beat & Scarred nennt sich das dritte Stück der Platte.
Auch dieses Stück rockt mit einem Intro los, einem Intro aber das dieses Stück richtig einleitet und nicht nur der Ausschmückung dient.
Es fängt nett an, dieses Lied. So sehr besonders finde ich dieses Lied nun nicht, doch es kommt wenigstens ein Gitarrensolo drin vor. Trotz allem ein gutes Metallicastück, denn auch sowas hat man schon lange nicht mehr gehört. Doch, ein gutes Stück eigentlich. Weiß zu gefallen, wenn man es hört.
Und plötzlich es es vorbei dieses Lied.

Darauf folgt nun The Day that never comes.
Fängt ruhig an, mit eine wenig geklimper auf fer Gitarre und so geht es dann auch schon weiter. Erinnert leicht an One, doch der Gesang passt eher zu einem Stück von Load.
Es rockt zwar ein wenig, dieses Lied, aber ist mir insgesamt zu ruhig, auch der Gesang ist nicht nach meinem Geschmack bei diesem Stück.
Doch wenn man die erstebn Minuten hinter sich gebracht hat, dann startet das Stück doch noch ein wenig durch. Legt los mit einem klasse Gitarrenspiel. Wird schneller und zu einem Metallica-Kracher. Zwar ist der ruhige Gesang am Anfang nichts mehr für mich doch der Songaufbau ist gut. Gitarrensoli sind ebenfalls vertreten und mit eingebaut.
Das Schlagzeug beginnt zu treiben und der Song steht wie ein Brett, lässt die ersten Minuten vergessen.
Beim ersten Durschhören der CD hatte ich diesen Song weitergeschaltet, da er mir zu ruhig war, hätte ich mal besser nicht machen sollen.
Da merke ich nun, was ich da verpasst hatte. Schade das man erst durch den ruhigen Part durch muss um dies hören zu können.

Weiter geht es dann auch schon, mit All Nightmare long.
An irgendwas erinnert mich das Gitarrenintro, aber egal, denn schnell geht dieser Song los. Sehr genial gemacht. Könnte ansatzweise auch schon fast von Machine Head sein, so wie der Song beginnt.
Dann ein kurzes anzählen und weiter geht es. Man merkt eine gewisse Spielfreude der Band an.
Ein 1A Metal-Song. Danach würden sich einige Bands die Finger lecken, hätten sie dies geschrieben, denke ich mal.
Metallica zeigen, das sie es immer noch drauf haben und es immer noch schaffen die Nummer Eins zu sein. Könnte mir vorstellen das dies die Single sein könnte, obwohl es wahrscheinlich nicht in den Radiostationen gespielt werden würde.

Cyanide ist der sechste Song der Platte.
Es geht interessant los und interessant weiter. Aber für mich ist das nicht umbedingt einer der stärksten Stücke der Platte, vor allem da James wieder klar singt wie auf Load und dieser Gesang ist absolut nicht nach meinem Geschmack, leider.

Dann geht es mit Unforgiven III weiter. Langsam und ruhig geht es los.
Warum es nun schon ein drittes Unforgiven gibt weiß ich nicht und auch nicht was dies soll.An Unforgiven kommt der Song nicht ran, finde ich. Der Stil würde ich eher bei Unforgiven II ansiedeln.
Nicht so mein Geschmack. Also weiter zum nächsten.

Judas Kiss nennt es sich. Das Lied ist nach den letzten beiden schon wieder besser. Obwohl ich die letzten beiden nicht als Füller oder Durchhänger bezeichnen würde, sind nur nicht so mein Geschmack gewesen, wohingegen dieses Stück das schon fast wieder gut macht. Nun gut, irgendwie finde ich hier jetzt auch nicht so sehr was besonderes. Nett und nicht schlecht, aber auch nicht so besonders.

Suicide & Redemption ist dann der vorletzte Song.
Geht interessant los mit dem Schlagzeug.Erinnert wieder an die alten Metallica aus den achtziger.
Wieder mal ein Intro, warum muss jedes Stück ein eigenes Intro haben ? – Mal abwarten wann es denn los geht. Drei Minuten Intro und immer noch kein Ende in Sicht ? Ich glaube den Song hätte man sich schenken können. Ging gut los, ist gut, doch was soll das ? Ein Instrumental ? Ein komisches Lied. Aber was soll es, dafür der längste Song der Platte. Fast zehn Minuten lang.

Dann kommen wir nun schon zum Rausschmeisser My Apocalypse. Der rockt wieder wie es sich für Metallica gehört.
Dafür ist dieses Stück sehr gut. Schneller, rockender Metal. Ich würde diesen Song schon fast auf dem Kill’em All Album einsortieren, so sehr Trash Metal ist das Stück.
Mit dem spielerischen und produktionstechnischen von heute gepaart.

Fazit des Albums. Metallica sind nun wirklich zurück. Wenige bis keine Experimente mehr auf der Platte. Nicht jeder Song ein Kracher, aber fast jeder. Dafür fast keine Durchhänger mehr. Kein St.Anger mehr. Ich glaube die Rückkehr des Logos zu den Alten Zeiten soll ein Symbol setzen. Zurück von Metallica zu den alten Zeiten, zurück in den Metal.

Wer es kriegen kann, der sollte sich die Digipak-Version zulegen. Sehr schön gemacht, das Stück. Das Cover und das Booklet sind ausgeschnitten in der Form des Loches das auf dem Cover der Platte zu sehen ist. Das zieht sich auch durch das eingeklebte Booklet und somit ergibt sich hier eine Tiefe die schön wirkt.

Hinterlegt ist dieser Ausschnitt mit einer Folie auf der das Bqnd und Plattenlogo in silber gedruckt ist.
Sehr schön gemacht, das Plattencover.
Insgesamt würde ich sagen, wer Metallica mag und kennt, der kann sich die Platte bedenkenlos kaufen. Wer aber eher auf Load und Reload steht, oder St.Anger der sollte vielleicht doch vorher mal reinhören.

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