Dark Tranquillity – We Are The Void

Dark Tranquillity haben ein neues Album fertig. Wie in letzter Zeit schon öfters gibt es das neue Album von Dark Tranquillity nun ebenfalls vorab als Stream zu hören, auf der MySpace Seite der Band.

Erstmal ein wenig zum Album, das an vielen Stellen schon in höchsten Tönen gelobt wurde, wie zum Beispiel im aktuellen Metal Hammer.

Erscheinen wird das Album am 26. 02.2010 und auf den Namen We Are The Void hören.

“We Are The Void” wird als CD, digitaler Download und streng limitiertes Digipak mit Dyecut Cover erscheinen. Die Ltd Edition wird neben zwei Bonus Songs („Stars Of Nothingness“ & To Where Fires Cannot Feed“), auch eine Bonus-DVD beinhalten!

Hier der genaue Inhalt der Bonus-DVD:

1. Studio Report – The Making of The Void (produced by Andres Bjoerler/ THE HAUNTED)
2. Making Of “Shadow In Our Blood”
3. ThereIn (Live In Milan)
4. Final Resistance (Live In Milan)
5. Where Death Is Most Alive DVD trailer

Für Fans sicher eine schöne Sache die limitierte Version des Albums zu bekommen. Leider wird, wie so oft, nicht dabeigesagt wie sehr die limitierte Version limitiert ist.

Elf Lieder werden auf der regulären Version der Platte drauf sein.

01. Shadow In Our Blood
02. Dream Oblivion
03. The Fatalist
04. In My Absence
05. The Grandest Accusation
06. At The Point Of Ignition
07. Her Silent Language
08. Arkhangelsk
09. I Am The Void
10. Surface The Infinite
11. Iridium

Elf Lieder die man nun vorab schon auf der Myspace Seite der Band hören kann und auf denen dieses Review, meine ersten Höreindrücke basieren.

Der Opener Shadow In Our Blood eröffnet die Scheibe. Beginnt schön thrashend. Eine schöne schnelle Nummer, mit Melodien.
Man bekommt direkt Lust die Anlange lauter zu drehen und mitzubangen.

Ich muss an dieser Stelle zugeben das ich die Band und deren Musik bisher noch nicht kannte und mich ein wenig an Arch Enemy erinnert. Für Fans von Arch Enemy eventuell etwas von interesse, aber auch sicher für alle anderen was die auf schnellen guten Metal mit Melodien und Ideen stehen.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Weiter geht es mit Dream Oblivion. Düsterer und ein wenig langsamer als das erste Stück. Ziemlich passend zum Thema, würde ich mal sagen.
Interessantes Stück, aber nach dem Opener erwarte ich ein wenig mehr. Die Melodien sind aber zu betonen ebenso wie die Keys, oder was hier eingespielt wird. Oder ist das eine arg verzerrte Gitarre ?

The Fatalist beginnt langsam legt aber dann direkt an Geschwindigkeit zu. Nicht zu verachten, ein schneller genialer Banger.

An dieser Stelle muss ich echt mal einscheiben das ich so viele gute Bands schon lange nicht mehr kennenlernen durfte. So viel Neues und Neuentdecktes wie in den letzten Wochen habe ich gefühlte Jahre nicht mehr. Dark Tranqullity steht schon nach diesen drei Songs auf meiner Einkaufsliste, die Top Bewertungen in den Musikmagazinen treffen vollkommen zu.
Ist einfach nur genialer Metal dieser Fatalist.

Mit In My Absence geht es auch direkt weiter, Geschwindigkeit wird nicht zurückgenommen, es wird weiter draufgedroschen. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle mal, neben der klasse Gitarrenarbeit, das Schlagzeugspiel der Band der die Song immer weiter nach vorne treibt und dafür sorgt das der Headbanger im Takt bleibt.

Ein ebenfalls schneller Song der sich nicht zu verstecken braucht. Ich habe nun schon vier Lieder von der Scheibe gehört und alle sind in meinen Ohren Hits, wenn man das so sagen kann.

Etwas langsamer beginnt dann The Grandest Accusation, aber nur im Intro des Songs. Insgesamt ist der Song zwar ein wenig langsamer, eine kleine Pause ist geboten für die Nackenmuskulatur, aber es wurde nur ein wenig Geschwindigkeit herausgenommen. Schnell ist das hier immer noch.
Melodic Death Metal soll Dark Tranquillity spielen, laut Wikipedia, an diesem Song hört man es definitiv heraus. Die Mischung von Härte, Düsterness und Melodien scheinen mir hier irgendwie perfekt. Ich würde diesen Song als Anspielltipp nennen, auch wenn er ein wenig aus den bisher gehörten herausfällt.

At The Point Of Ignition heisst die sechste Nummer hier und heute und damit sind wir nun in der Halbzeit des Albums angekommen. Doch wo Fußballspieler sich erholen müssen gibt es bei Dark Tranquillity keine Verschnaufpause.
Der Song ist ähnlich langsam und düster wie der Vorgänger. Die Melodienlinien sind sehr vom Keyboard dominiert, die Gitarren geben das Tempo an und damit kommt hier wieder eine sehr runde Sache zustande.
Die Mischung zwischen Geschwindigkeit und Langsamkeit stimmt einfach und weiß mir damit einfach zu gefallen.

Mit Her Silent Language geht es dann weiter. Düster, schon ein wenig in Richtung Gothic gehend, vom Gesang und den Keyboards her. Genial, zwar nicht so schnell, nicht zum Headbangen, wobei man es sicher auch schaffen kann. Aber ich könnte mir vorstellen das hier auch Live ein paar Feuerzeuge den Saal erhellen könnten.
Die Mischung stimmt auch hier wieder, aber die Musik und der Gesang, vor allem die Abwechslung erinnert mich ein wenig an Gothic Metal wie sie in teilweise auch Crematory machen, was aber nicht abwertend gemeint ist. Trotz allem ist hier aber immer noch die Linie des Albums zu finden und der Bandeigene Stil.

Was bitte heisst Arkhangelsk ? Das nächste Lied heisst so.
Der Name selber sagt mir gerade nichts. Schade das es kein Textblatt im Stream beigefügt ist.
Treibend, düster, schnell, könnte schon ein wenig in Richtung Black Metal gehen vom Gitarrenspiel her.
Nicht schlecht, fällt aber, wie ich finde ein wenig von der Linie und dem Stil des Albums ab.
Halte ich derzeit nicht für die allerstärksten Song auf diesem Album.

I Am The Void drischt dafür aber wieder sehr schnell nach vorne, ähnlich den ersten Songs auf dem Album.
Eine Hochgeschwindigkeitsmelodicdeathmetalnummer. Insgesamt sind die Melodien hier ein wenig zurückgenommen und es dominiert ein wenig mehr die Geschwindigkeit. Aber das heisst nicht das dieses Stück ohne Melodien auskommt, denn die sind vorhanden, ebenso wie ein Gitarrensolo eingebaut wurde.
Der vier Minuten Song ist im Mittelteil rund um das Solo ein wenig aufgelockert worden was dem ganzen Stück gut tut.

Als vorletztes Stück kommt Surface The Infinite daher. Gefällt mir ausgesprochen gut. Das die Band schnell spielt brauche ich nun langsam nicht mehr zu betonen, oder ?
Die Platte ist, wie ich finde, fast durchgehend gespickt mit Hits.

Den Abschluss bildet ein Element. Iridium heisst das letzte Lied von We Are The Void. Iridium ist ein hartes, sprödes Edelmetall, ob das auch auf den Song zutrifft ?
Er beginnt mit einem interessanten, ruhigen Gitarrenspiel, der Gesang setzt im Klargesang ein wie ich ihn teilweise auch von Moonspell kenne.
Aber der Song ist spröde, wie das Metall, denn dann wechselt es in den Death Metal mit allem was dazugehört, ohne die Melodien ausser acht zu lassen.
Flirrende Gitrarren, Gutturaler Gesang. Der Wechsel zwischen den beiden Gegensätzen wird hier dargeboten in diesem Stück.
Oder basiert es doch auf dem griechischen Wort für regenbogenfarbig, da hier von allen Farben etwas dabei ist ?
Wer weiß es schon, wie schon gesagt habe ich leider kein Textblatt und so muss Iridium als Abschluss der Scheibe und fragend und mit einem nachdenklichen Höreindruck zurücklassen.

Mein Fazit zu dem Album : Eine sehr gute Scheibe, die zu recht hoch gelobt wird. Wer auf Melodic Death Metal im Stile von Arch Enemy und natürlich auf Dark Tranquillity steht sollte mal ein Ohr riskieren und zugreifen wenn die Platte rauskommt. Eventuell sich sogar das schön gemachte limitierte Digipak gönnen.

Bilderquellen : Albumdigipak von Century Media

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