Review: Sabaton – Coat Of Arms

Die schwedischen Power-Metaller Sabaton haben ihr am 21. Mai erscheinendes Album „Coat Of Arms“ aktuell komplett im Stream auf ihrer MySpace Seite. Auf dem Nachfolger von „The Art of War“ beschäftigen sich die Schweden wieder in ihren Texten mit dem Krieg, diesmal mit dem Zweiten Weltkrieg.

Musikalisch finde ich das Album durchaus gelungen, es ist halt Power-Metal, entweder man mag ihn oder man kann ihn gar nicht ab. Daran wird auch dieses Album nichts ändern. Ich komme damit ganz gut klar und finde auch, dass Sabaton hier was Solides eingespielt haben. Das Album wirkt etwas heavyier verglichen mit dem Vorgänger, so kommen die Gitarren stärker zur Geltung, während die Keyboards zurückgefahren wurden. Textlich ist ein Album über den Zweiten Weltkrieg natürlich eine Gratwanderung, aber Sabaton sind alles andere als Kriegsglorifizierer. Bevor hier auch falsche Gedanken aufkommen, Sabaton haben schon einen klaren Standpunkt zu dem damaligen Geschehen. Das dürfte spätestens beim Song „The Final Solution“ zu erkennen sein, einem verglichen mit den anderen Songs düsterer daherkommenden Lied, das sich emotional mit dem Holocaust auseinandersetzt. Aber auch „Wehrmacht“ setzt sich kritisch und fragend mit eben jener auseinander, der Song kommt verglichen mit „The Final Solution“ wesentlich aggressiver daher. Das Album schließt dann fast schon traditionsgemäß mit einem leichten Song, der mit dem restlichen Album inhaltlich nichts zu tun hat. Auf „Coat of Arms“ ist es der Song „Metal Ripper“, wo Sabaton von anderen bekannten Metalbands Textteile „rippen“.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist ja der, bei mir zumindest, meistens gute Laune auslösende Power-Metal Sound und im Kontrast dazu dann die eher bedrückenden und deprimierenden Lyrics. Meiner Meinung nach aber ist „Coat of Arms“ ziemlich gut gelungen, auch wenn ich sonst nur den Vorgänger kenne,  so denke ich doch, dass dies das vorläufige Highlight in der Diskografie der Schweden sein dürfte. Chöre an den richtigen Stellen eingesetzt, musikalische Abwechslung zwischen langsameren und schnelleren, härteren und melodischeren Songs. Die Mischung ist wirklich gut gelungen und das Album weiß gut zu unterhalten. Ich habe das Album zwar jetzt nur im Stream auf MySpace gehört, bezweifle aber, dass es auf einem Silberling schlechter klingen wird. Eher das Gegenteil wird noch der Fall sein.

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Was es sonst noch wissenswertes gibt:

  • Veröffentlichung:
    • 21. Mai 2010
  • Internetanlaufstellen:
  • LineUp:
    • Oskar Montelius (Gitarre)
    • Daniel Mullback (Schlagzeug)
    • Pär Sundström (Bass)
    • Rickard Sundén (Gitarre)
    • Joakim Brodén (Gesang)
    • Daniel Mÿhr (Keyboard)
  • Trackliste:
    1. Coat of Arms
    2. Midway
    3. Uprising
    4. Screamin Eagles
    5. The Final Solution
    6. Aces in Exile
    7. Saboteurs
    8. Wehrmacht
    9. White Death
    10. Metal Ripper
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