Review: The Other – New Blood

Das am 21. Mai erscheinende Album „New Blood“ der Horrorpunker von The Other steht aktuell komplett zum Anhören als Stream bei MySpace. Selbstlos, wie ich bin, habe ich es mir angehört und möchte euch meinen ersten Eindruck mitteilen: Sehr Gut! Ende. Zu kurz? Na gut, dann versuche ich es etwas länger.

Ich habe vor einer Weile schon gehört, dass es The Other gibt, bin aber bis jetzt noch nicht mit ihrer Musik in Berührung gekommen, kann also keine Vergleiche zu den Vorgängeralben ziehen (was ich aber vermutlich nachholen werde). So bin ich ziemlich unbelastet an „New Blood“ herangegangen und ziemlich begeistert. Das Album verkörpert wirklich genau das, was ich mir unter Horrorpunk vorgestellt habe. Das fängt schon beim „Äußeren“ an: Ich finde das Coverartwork ziemlich passend und gelungen. Aber es setzt sich dann auch bei der Musik fort, die einen in eine düstere Stimmung versetzt und der dunkle Gesang tut sein Übriges dazu. Das Songwriting weiß zu gefallen und mit „Hier kommt die Dunkelheit“ gibt es sogar eine Art deutschsprachige Hymne zum Genre. Überhaupt wirken die Songs ziemlich gut ausgearbeitet und sind auch ziemlich gut produziert, das merkt man sogar schon im Onlinestream. Es dauert einen Moment sich auf die Musik einzulassen, zumindest bei mir, da ich vorher gerade ein völlig anderes Genre hörte, dann lässt sie einen aber die fast 48 Minuten Spielzeit über nicht mehr los. Die Melodien der Songs sind sehr eingängig, ohne aber die nötige Härte vermissen zu lassen.

The Other bewegen sich souverän zwischen Metal, Punk und Gothic, wobei die Punkelemente natürlich dominieren. Aber es gibt dann halt auch zwischendrin mal eine ruhigere, genial erhabene Nummer wie „The Lovesick Mind“. Darauf folgt dann das ebenfalls tolle „Talk To The Dead“, dass tempomäßig gleich wieder eins bis zwei Schippen drauflegt.

Mit „New Blood“ dürfte die Band aus NRW zurecht Anspruch auf den europäischen Horrorpunkthron erheben und ich kann dieses Album nur jedem, der mit solcher Musik auch nur ein kleines bisschen was anfangen kann, ans Herz legen. Reinhören auf MySpace solltet ihr auf jeden Fall mal. Es wird im übrigen auch noch eine Limited Edition erscheinen, die mich als Johnny Cash Fan schon etwas reizt, denn dort gibt es noch mit „Like The 309“ ein Cash Cover. Dazu noch ein Cover von The Dammned (Love Song), eine Demo-Version (Blood Runs Cold) und zwei Bonustracks („Can’t stop the Monster Kids“ und „Violence, Murder Bloodsheed“)

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Was es sonst noch wissenswertes gibt:

  • Veröffentlichung:
    • 21.5.10 (Europa)
    • 30.8.10 (Nordamerika)
  • Internetanlaufstellen
  • LineUp
    • Rod Usher (Gesang)
    • Sarge von Rock (Gitarre)
    • Dr. Caligari (Schlagzeug)
    • Migore Drake (Bass)
  • Diskographie
    • 2004: They’re Alive!
    • 2006: We are Who we Eat
    • 2008: The Place To Bleed
    • 2010: New Blood
  • Trackliste:

1. New Blood
2. Back To The Cemetary
3. Transylvania
4. Ghost Ride To Hell
5. Hier Kommt Die Dunkelheit
6. The Burial
7. Castle Rock
8. The Lovesick Mind
9. Talk To The Dead
10. Blood Runs Cold
11. In League With The Devil
12. Demons Walk The Earth
13. Howling At The Moon
14. We All Bleed Red

Punk / Oi / HC Reviews