Plastic Bomb – Ausgabe 71

Leider gibt es das Plastic Bomb nicht an jeder Tanke zu kaufen, ansonsten hätte ich die aktuelle Ausgabe schon viel früher in meinen Händen gehabt.
Doch in einem großen Supermarkt gab es dies feine Punkheft dann doch zu finden und so konnte ich drei Euro fünfzig in die Welt geben um gegen ein Schriftstück einzutauschen.
Ich könnte ja, wie man es so macht, die Zeitung als Abo mir bestellen, doch kenne ich die Gegend in der ich wohne, kenne ich die Post und deren Mitarbeiter und ich weiß das Zeitschriften nur selten ankommen würden, vor allem wenn denen eine CD beiligt.

Solche Sachen landen oft genug auf dem Boden des Treppenhauses und damit sicher nicht immer bei mir.

Egal, nun leigt das Heft mir vor, ich habe schon ein wenig reingelesen, das eine oder andere durchgelesen und überflogen und ich muss sagen das hier wieder ein ziemlich gutes Heft herumgekommen ist.
Nicht immer sagen mir alle Ausgaben der Plastic Bomb zu, doch diese ist, wie ich finde, wieder mal eine der besseren Ausgaben.

Wie in der letzten Ausgabe schon angekündigt ist nun der Mitherausgeber Swen nicht mehr am Heft als Autor beteidigt.
Merkt man es dem Heft an ?
Nicht umbedingt, denn das Plastic Bomb ist ein Heft das von vielen gemacht wird, hier schreiben viele Autoren mit und somit ist jetzt keine riesige Lücke entstanden die sich bemerkbar gemacht hat.

Neben den ganzen lesenswerten Vorworten bietet das Plastic Bomb Nummer 71. wieder eine riesige Menge altbekannter Themen die immer wieder abgedeckt werden, so wie zum Beispiel die vielen lesenswerten Reviews, bei denen mich zwar nicht alle so interessieren, aber manche sogar Tipps für mich sind in welche Bands ich mal reinhören sollte.

Die Verisse in der Führerecke sind wie immer unterhaltsam, auch wenn sie teilweise hart für die Bands sein mögen dort aufzutauchen, doch denke ich mir das man lieber in so einem langen und liebevoll geschriebenen Veriss auftauchen sollte der eine eigene Kategorie hat als irgendwo unter den vielen Reviews nur mit einer kleinen Meldung.

Vasco hat wieder seine Propagandaecke aufgefrischt, diesesmal nimmt er sich die tollen Steuersenkungspläne der Regierung vor, die irgendwie doch vom Tisch sind, oder ?

Die Kleinanzeigenecke ist irgendwie immer kürzer geworden, wenn man sich mal an die alten Zeiten und Ausgaben der Plastic Bomb zurückerinnert.
Brauchen wohl immer weniger Menschen sowas, oder ?
Jedenfalls ist mir das auch schon in anderen Heften aufgefallen, wie im Metal Hammer.
Früher waren es noch mehrere Seiten, in der Plastic Bomb meistens zwei und nun kommen die dort mit einer halben Seite aus.

Auch die Demoecke scheint mir geschrumpft zu sein, wahrscheinlich läuft derzeit mehr über das Web um seine Bands zu promoten.
Doch halte ich so ein Review, egal wie es ausfällt immer für wichtig und interessant.
Ich lese mir die Demosachen zumindestens immer durch.

Die anders Lesen Ecke beleuchtet in dieser Ausgabe den Nationalsozialismus in der Zeit von 1933 bis 1945.
Eine wichtige Sache, in einer Zeit in der immer stärker wieder rechte Tendenzen in Europa gewählt werden, Religionen und Lebensstile immer mehr kritisiert werden, wie der Moscheebau in der Schweiz zum Beispiel.
Vor allem aber muss dafür gesorgt werden das diese Zeit nicht vergessen wird.
Sie darf einfach nicht vergessen werden, auch wenn langsam die letzten Zeit- und Augenzeugen sterben und damit die lebenden Erinnerungen aussterben und wegfallen.

Im großen und ganzen ist die aktuelle Plastic Bomb Ausgabe ein recht lesenswertes, informatives und auch unterhaltsames Heft geworden.
Mit einer CD, die dreissig Songs beinhaltet ist es für 3,50 Euro den Preis wert und ich denke, wer sich ein wenig für Punk und Kultur interessiert kann hier nicht viel falsch machen, auch wenn man nicht alles und jedes der Bands und Musiker hier kennt.

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