Review: The Sword – Warp Riders

Das Album erscheint bei uns zwar erst am Montag, wenn die Ankündigung stimmt, aber die Band hat das Album freundlicherweise vorübergehend komplett auf MySpace hochgeladen. Die Chance hab ich dann mal gleich genutzt, denn die beiden ersten Alben von The Sword hatten mir schon ziemlich gut gefallen und so war ich doch gespannt, ob die hohe Qualität gehalten werden kann. Vorab: Ja, kann sie.

Die musikalische Entwicklung der Band, die sich bereits auf dem zweiten Album „Gods Of The Earth“ angedeutet hatte, wurde fortgesetzt. Der Doom- bzw. Stonereinfluss wurde weiter zurückgefahren und die Metal/Rockanteile erhöht. Für meine Ohren ist die Mischung jetzt genau perfekt und ich hab wirklich Freude beim Anhören. Selbst im Stream auf dem Laptop klingt der Sound schon ziemlich gut, ich würde mich also wundern, wenn das auf CD schlechter werden sollte. Eher das Gegenteil wird wohl der Fall sein, ich glaube die Gitarrenwände kommen aus ordentlichen Boxen noch um einiges besser und druckvoller rüber. Aber schon jetzt groovt das Album ordentlich.

Warp Riders ist das erste Konzeptalbum der Band und geht, wie man schon am simplen aber genialen Cover sehen kann, in Richtung Science-Fiction. Direkt am Anfang geht es instrumental los, was jedoch nicht fehl am Platz wirkt, sondern schon gut einstimmt auf das, was da kommen wird. Als erster Song mit Gesang folgt dann das bereits vorab online gestellte „Tres Brujas“. Ein ordentlicher Song, der meine Vorfreude vorab schon steigerte, gleichwohl gehört er sogar zu den schwächeren Songs des Albums. Aber wirklich schwach ist auf dem Album eigentlich nichts. Ich hatte es zwar gehofft, bin aber doch überrascht, wie die Band die Leistung ihrer beiden ersten Alben beibehalten konnte und scheinbar jetzt ihren Sound gefunden hat. Mit Sicherheit ist die Veränderung in der musikalischen Ausrichtung nicht jedermanns Sache, ich komme gut damit klar und so dramatisch ist es nun auch nicht, sondern eigentlich nur konsequent. Das ist ja aber auch der Vorteil des Onlinestreams, man kann sich vor dem Kauf schon einen Eindruck verschaffen, ob man damit klarkommt. 100 % perfekt ist das Album natürlich auch nicht, etwas Luft nach oben hat die Band schon noch, aber in meinen Ohren sind sie schon ziemlich nah dran und können fast durchgängig in den rund 48 Minuten Spielzeit überzeugen.

______________________________

Was es sonst noch Wissenswertes gibt:

01. Acheron/Unearthing the Orb
02. Tres Brujas
03. Arrows in the Dark
04. The Chronomancer I: Hubris
05. Lawless Lands
06. Astraea’s Dream
07. The Warp Riders
08. Night City
09. The Chronomancer II: Nemesis
10. (The Night the Sky Cried) Tears of Fire

Metal Reviews Rock