Reviews: Iron Maiden – Live After Death und Rock in Rio

„That is not dead which can eternal lie
Yet with strange aeons even death may die.“

Dieses fast originalgetreue Zitat aus „The Nameless City“ von H.P. Lovecraft prangt als Inschrift auf dem Grabstein des Grabes, aus dem Eddie aufersteht.

„Live After Death“, das erste reguläre Live-Album der eisernen Jungfrauen, erschien 1985 und wurde zum Großteil bei einem Auftritt in Kalifornien aufgenommen.

Nach den Meilensteinen „Iron Maiden“, „Killers“, „The Number of the Beast“, „Piece of Mind“ und „Powerslave“ reiht sich dieses Live-Album perfekt in die Reihe ein. „Live After Death“ ist mit Sicherheit eins der besten Metal Live-Alben, die so erhalten kann. Gerade bei späteren Alben merkt man ja, dass Iron Maiden einen Song live noch wesentlich verbessern können. Aber das ist hier natürlich nicht nötig, denn die 18 Songs sind fast alle absolute Highlights und so ist dieses Album auch eine Art Live-Best-Of:

1.  Intro: Churchill’s Speech
2.  Aces High“
3.  2 Minutes to Midnight“
4.  The Trooper
5.  Revelations
6.  Flight of Icarus
7.  Rime of the Ancient Mariner
8.  Powerslave
9.  The Number of the Beast
10. Hallowed Be Thy Name
11. Iron Maiden
12. Run to the Hills
13. Running Free
14. Wrathchild
15. 22, Acacia Avenue
16. Children of the Damned
17. Die With Your Boots On
18. Phantom of the Opera

Die letzten fünf Songs wurden nicht beim Gig in Kalifornien, sondern bei einem Auftritt in London aufgezeichnet und erschienen auch erst auf dem Re-Release 1998.

Die Mischung hat, wie auch schon bei den ersten Studioalben, Martin Birch vorgenommen und das auch wirklich ziemlich gut gemacht. Die Bühnenenergie wurde gut eingefangen und auf den Silberling, bzw. damals noch Vinyl, gebracht.

Dieses Album habe ich mir erst ziemlich spät zugelegt, vorher hatte ich nur die Studioalben und gedacht, was soll ich mir die Songs auch nochmal auf einer Live-CD holen, aber da der Großteil des Iron Maiden Backkatalogs ja im Moment bei verschiedenen Anbietern relativ günstig im Angebot ist, habe ich hier mal zugeschlagen und es nicht bereut. Iron Maiden sind einfach eine unglaublich gute Live-Band. Es gibt auch noch eine namensgleiche DVD, allerdings ist die Songauswahl nicht ganz identisch. Die DVD habe ich jetzt zwar auch, aber ich kam noch nicht dazu sie mir anzuschauen. Was ich bis jetzt allerdings darüber gehört habe, war auch durchweg positiv. Auf die DVD werde ich dann in irgendeiner der nächsten Podcastfolgen eingehen, wenn ich dazu kam sie mir anzuschauen.

Wer ein Live-Album von Iron Maiden haben möchte, sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Wenn ihr dann nicht genug bekommen könnt, sollte meiner Meinung nach die „Rock in Rio“ die zweite Wahl sein. Erstens, weil sie vor rund 250.000 Leuten aufgenommen wurde und alleine dadurch auch die Band in einer ganz besonderen Atmosphäre aufgespielt hat, zweitens, weil sie ziemlich unverfälscht und roh daher kommt, da bereits vorher Bootlegs vom Konzert erschienen sind und man sich dann nicht mehr die Mühe gemacht hat kleinere Schönheitsfehler zu korrigieren, was das Ganze sehr authentisch wirken lässt und drittens, weil „Rock in Rio“ 2002 erschien, also rund 17 Jahre nach „Live After Death“ und somit eher ein Dokument aus der späteren Phase von Iron Maiden ist, Bruce Dickinson ist wieder zurück und mit „Brave New World“ hatten die Briten endlich mal wieder ein einigermaßen amtliches Album auf den Markt gebracht. Auch hierzu gibt es noch eine DVD, zu der ich aber auch nicht viel sagen kann. Die Trackliste zeichnet sich auch durch einige neuere Stücke aus und bildet daher auch eine Abwechslung zum älteren „Live After Death“. Sogar zwei Songs aus der Zeit als Blaze Bayley am Mikro stand, haben es nun durch Bruce Dickinson neu interpretiert, auf die Doppel CD geschafft. Zum einen „Sign of the Cross“ von „The X Factor“ und „The Clansman“ von „Virtual XI“:

CD 1
1. Intro
2. The Wicker Man
3. Ghost of the Navigator
4. Brave New World
5. Wrathchild
6. 2 Minutes to Midnight
7. Blood Brothers
8. Sign of the Cross
9. The Mercenary
10. The Trooper

CD 2
1. Dream of Mirrors
2. The Clansman
3. The Evil That Men Do
4. Fear of the Dark
5. Iron Maiden
6. The Number of the Beast
7. Hallowed Be Thy Name
8. Sanctuary
9. Run to the Hills

Schaffte es „Live after Death“ nicht in die deutschen Charts (aber im Vereinigten Königreich ging es immerhin bis auf Platz 2) so gelang „Rock in Rio“ bis auf Rang 13.

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