Plastic Bomb Nummer 72

Nun ist es draussen, das tolle und allseits beliebte Fanzine für Punx und Strassenköter, das Plastic Bomb Nummer 72.
Wie immer geht es mit den tollen Vorworten los, die sich diesmal wieder gut lesen lassen.
Vor allem hat mir das Vorwort von Micha in dieser Ausgabe zugesagt, das zum Thema die Bemusterungen der Plattenfirmen haben.

Es geht um Reviews zu und über die zugeschickten Platten und wie mit diesen teilweise umgegangen wird.
Reviews sind, wie er auch schreibt, eine subjektive Meinung, nicht mehr und nicht weniger.
Gefällt die Musik nicht, dann fällt die Scheibe auch mal im Review durch.
Ist halt so.

Dann gibt es ein sehr gutes und lesenswertes Interview mit Slime und ja, auch Punkrocker müssen irgendwomit ihre Miete bezahlen.
Ferner noch ein interssantes Interview mit Bad Religion, welches ich ebenfalls sehr lesenswert fand.

Fanzinemacher interviewt Fanzinemacher, so liest sich zumindestens das Interview mit dem Macher des Useless Zines und es wird besprochen warum es das Useless nun in klein, gratis und mehr online exestiert.

Es gibt noch einige andere Interview, doch die hier nun einfach nur aufzuzählen ist irgendwie nicht originell, daher lasse ich es einfach.

Die Demozone im Plastic Bomb wird, wie ich finde, irgendwie immer kleiner. Gibt es keine guten Demos mehr, oder startet nun jeder direkt sein eigenes Label und bringt eine Platte raus ?

In der Rubrik Anders Lesen werden wieder eine ganze Ladung Bücher vorgestellt die sich mit dem Dritten Reich beschäftigen.
Oder anders gesagt, es sind Bücher die das Dritte Reich zum Thema haben, die Aufklären, Hintergrundwissen liefern und als Informationsquelle dienen.
Doch bitte, wenn schon das Buch „Vokabular des Nationalsozialismus“ vorgestellt wird, dann doch dort auch den Begriff „Tschechei“ nachschlagen.
Ist vielleicht kein direktes Nationalsozialistisches Wort, doch bei mir klingt dieses immer irgendwie mit wenn jemand Tschechei sagt.

Dann folgen bergeweise Reviews, die ich, auch wenn ich wieder mal viele Bands nicht kenne, knackig und unterhaltsam lesen lassen.

Sehr interessant, beziehungsweise unterhaltsam ist der Artikel mit den Kurzinterviews über das Thema Hausputz und wie Punks das so handhaben.
Zu Wort komen einige „Größen“ der Punkszene, mal mehr mal weniger ernst rübergebracht was und wie sie den Haushalt auf Vordermann bringen.

Ein Interview mit den neuen Punkrockstars rund um die Band Kotzreiz ist ebenfalls vertreten, mit guten Fragen und ebensoguten Antworten.

Es ist noch viel mehr in dieser Ausgabe des Plastic Bomb zu finden, will nun nicht alles hier bis ins Detail aufzählen, doch muss ich einfach sagen das die Ausgabe 72 ein ziemlich überzeugendes Heft geworden ist.

Lesestoff