Review: The Black – Gorgoni

The Black kommen aus Pescara in Italien und sind dort eine der ältesten, aktiven Doom Metalbands. Also nicht verwechseln mit der Black Metal Band „The Black“ aus Eskilstuna in Schweden.

Gegründet haben sich die italienischen The Black bereits 1988. Mit ihrem aktuellem Album „Gorgoni“, auf das ich zufällig aufmerksam wurde, haben sie sich rund 6 Jahre Zeit gelassen. 2004 veröffentlichten sie „Peccatis Nostris / Capistrani Pugnator“, ein Doppelalbum. Aber auch die neue Scheibe hat mit rund 1:16 h eine ordentliche Spielzeit vorzuweisen.

Düster kommt die Scheibe daher und lässt teilweise Parallelen zu Black Sabbath erkennen. Gesungen wird aber in den 14 Songs (Song Nummer 14, Metamorphoses teilt sich nochmals in 4 Teile) auf Italienisch, vermute ich jetzt einfach mal, denn ich kann kein Italienisch aber es hörte sich schon sehr danach an.

Mit dem Gesang sind wir auch schon gleich bei dem einen möglichen Schwachpunkt der Scheibe, ich komme damit zwar klar, könnte mir aber vorstellen, dass die Art zu Singen für manche Leute gewöhnungsbedürftig sein dürfte. Der Gesang ist nämlich selten flüssig, sondern häufig erscheint er einem als eine Art Sprechgesang, die Worte werden abgehackt, kraftvoll vorgetragen, sodass nicht immer ein richtiger Gesangsfluss entsteht. Ich hoffe mal, man versteht, was ich meine. Wenn man damit klarkommt, dann erwartet einen ein packendes, düsteres und sehr atmosphärisch dichtes Album, das einen in eine dunkle Stimmung bringt und das ist ja auch schon eine Leistung, wenn man als Hörer die Texte nicht versteht, das schafft die Musik ganz alleine. Von den Titelnamen und dem Coverartwork her scheint sich das Album teilweise mit der griechischen Mythologie zu beschäftigen.

Für Doomverhältnisse sind die Songs alle relativ kurz, bis auf Occumbere Mortem mit 8:30 Minuten und das abschließende Metamorphoses, das einen fast 15 Minuten lang in seinen Bann zieht.

Wer mit Doom/düsterem Rock mit etwas 70er Jahre Feeling etwas anfangen kann und mit dem oben angesprochenen Gesang klarkommt und damit, dass man Italienisch können sollte um die Texte zu verstehen, der sollte durchaus mal ein Ohr riskieren. Ich war wirklich positiv von der Scheibe überrascht.

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Was es sonst noch Wissenswertes gibt:

  • Internetanlaufstellen:
  • Line-Up:
    • Mario „The Black“ Di Donato (Gesang, Gitarre)
    • Enio Nicolini (Bass)
    • Gianluca Bracciale (Schlagzeug)
  • Trackliste:
    • 1.    Proludium
      2.    Monstrum
      3.    Medusa
      4.    Perseus
      5.    Euriale
      6.    Phorcus
      7.    Steno
      8.    Obscuritas
      9.    Pegasus
      10.    Serpentis
      11.    In Lapidem Muto
      12.    Occumbere Mortem
      13.    Altamir
      14.    Metamorphoses

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