Review: Die Schwarzen Schafe – Jetzt kommen die Jahre

Die Schwarzen Schafe, der Bandname war mir immer irgendwie geläufig ohne das ich die Band irgendwie direkt zuordnen könnte.
Wahrscheinlich ist mir der Bandname hier und da durch Konzertankündigungen immer wieder mal über den Weg gelaufen, vielleicht habe ich schon mal was von der Band gehört, wer weiß.
Jedenfalls habe ich die Band schonmal auf dem vierten Teenage Rebel Records Sampler gehört, wo sie mich schon überzeugten.

Auf jeden Fall wurden die Schwarzen Schafe im Jahre 1985 in Düsseldorf gegründet, was wiederrum einer der Gründe sein kann warum mir der Bandname irgendwie ein Begriff ist.

Eine Band die aus der gleichen Stadt wie man selber kommt und nun seit über zwanzig Jahre aktiv ist, ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum feiern muss man somit einfach irgendwie bemerkt haben.

Aber was zählt ist nicht nur die Vergangenheit, was zählt ist ebenso die Gegenwart und in dieser steht das aktuelle Album der Band, Punkrock der die Vergangenheit und die Bedeutung des Punkrock nicht vergisst, aber mit der Produktion in der Gegenwart steht.
Produziert wurde die Platte Mitte 2010 im Studio von dem Rasta Knast Gitarristen und Sänger Martin „Martin K.“ Kliems.
Es heisst das die Schwarzen Schafe hiermit erstmals einen Druckvollen Sound hätten.
Einen Vergleich findet man hierzu auch, denn es gibt drei Songs auf der Webseite der Schwarzen Schafe die aus dem Jahre 2008 sind.
Die jetzige Produktion ist druckvoller, das muss man schon zugeben, aber auch die Produktion der älteren Songs ist nicht wirklich schlecht.
Jetzt hat der Sound aber mehr Tiefe und auch die Bässe sind ein wenig mehr in den Vordergrund gerückt, nicht dominierend aber ein wenig mehr anwesend.

Auf jeden Fall bieten die Schwarzen Schafe auf dem Album dreizehn (13.) Songs, welche sich allesamt sehen lassen können.
Wie schon erwähnt ist die Platte gut produziert worden, doch musikalisch bieten die Schwarzen Schafe hier so einiges.

Punk Rock ist hier schon die richtige Einschätzung, denn Punk ist das was die Schafe hier machen.
Aber rauen Punk, mit Melodien, streckenweise könnte man die Musik vielleicht sogar in die Oi! oder Streetpunkrichtung stecken, wobei dies nur von der Musik hier gehen würde, denn die Texte drehen sich um andere Themen als die Strasse und dem trinken.

Wer einen Vergleich sucht, dem könnten an manchen Stellen vielleicht die Public Toys einfallen, die Melodien im Opener „Jetzt kommen die Jahre“ erinnern ein wenig daran.

Die Band selber gibt auf dem Album jedenfalls Vollgas wie eine frische junge Band.
Sie sind nicht müde geworden, trotz den 25 Jahren die die Band auf dem Buckel hat, wobei hier natürlich erwähnt sei das die Band nur noch ein Gründungsmitglied aufzuweisen hat.

Mein Fazit : Die Schwarzen Schafe haben mit „Jetzt kommen die Jahre“ ein kraftvolles, starkes, intelligentes und unterhaltsames Punk-Album abgeliefert welches sich nicht verstecken muss.
Wahrscheinlich wird dieses Album nicht den großen Durchbruch gehen, wie es bei so vielen Bands der Fall ist, denen ich mehr Erfolg zutrauen würde, doch ist die Band trotz ihrer Szenengrößen, wenn man das so nennen mag, ein wenig unterschätzt.
Es wird Abwechslungsreiche Musik gespielt und dargeboten, von Punkrocksongs, bis hin zu Songs die auch mancher Oi! Band sicher stehen würden, wie zum Beispiel „Hintertür“ oder auch „Ein Tag im Frühling“, dafür erinnert „Jetzt kommen die Jahre“ mich zum Beispiel ein wenig an Public Toys.
Als weiteren Anspieltipp sollte man sich mal den Song „Voran, Voran“ anhören, der mir wirklich zusagt.
Hört euch einfach die ganze Scheibe mal an, im mp3 Shop von Teenage Rebel Records gibt es eine Möglichkeit in die Songs reinzuhören.

Nutzt einfach diese Möglichkeit um eine ziemlich geniale Band zu entdecken, denn solche Schätze dürfen nicht verborgen bleiben.


Weitere Infos:
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Die Titel von „Jetzt kommen die Jahre“

01. Jetzt kommen die Jahre
02. Nein nein nein
03. Aristoteles
04. Das ist nicht mein Punk!
05. Tanzen
06. Hintertür
07. Tag
08. Ein Tag im Frühling
09. Voran voran
10. Akku
11. Schrei
12. Hau ab!
13. No nation

Diskografie (auszugsweise) :

1987 – “1989″ 7’’
1988 – “Reagan on Speed“ 7’’
1989 – „Julia“ 7’’
1989 – „Lange nicht genug“ 7’’
1990 – “Ars-Justizia“ LP
1992 – “Helden für einen Tag“ 7’’
1993 – Split-Lp mit Klamydia (nur in Kolumbien erschienen)
1995 – “Rejects-Systems-Morality” 7’’ (nur in USA erschienen)
1996 – “1985 – 1995″ Doppel-CD
1997 – „Chaos und Dogma“ CD/10”
1999 – ”Exitus“ 7’’
2002 – „Last gang in town“ 7’’
2003 – „Give em enough hope“ 7’’
2003 – „Auf der Suche nach dem Licht“ CD/LP
2005 – “Wir haben noch lange nicht genug” CD/LP
2006 – Sampler „PUNK ROCK BRD“ Volume 3
2007 – „Keine Zeit” Split-MLP mit Naked Aggression
2008 – „Schrei” MCD/MLP
+ unzählige Samplerbeiträge……

Weblinks :

  • Homepage von Die Schwarzen Schafe
  • Teenage Rebel Records
  • Myspace Auftritt von die Schwarzen Schafe
  • Punk / Oi / HC Reviews