Review: Heljareyga – Heljareyga

Musik von den Färöern, da fallen mir Týr ein und dann hört es auch schon wieder auf. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass die zweite Band, die ich von der kleinen Inselgruppe kennenlernte, auch etwas mit Týr zu tun hat: den Frontmann.

Heri Joensen, der Gitarrist und Sänger von Týr hat mit Heljareyga nun auch noch ein Soloprojekt am laufen. Höllenauge könnte man den Bandnamen übersetzen, eine Bezeichnung für eine Naturerscheinung auf den Färöern, von der laut Wiki berichtet wurde, es handele sich um den nordischen Todesgott, der in den Himmel schaue. Ich vermute mal, dass das auch auf dem Cover des Albums dargestellt werden soll. Aber genug von der Mythologie, wenden wir uns der Musik zu.

Bei Heljareyga lässt es Joensen etwas ruhiger angehen als bei seiner Stammband, dafür empfinde ich die progressiven Einflüsse etwas stärker.

Auf dem selbst betitelten Album finden sich nur 5 Songs, die aber alle auf eine Länge von rund 9 bis 11 Minuten kommen und trotz der Länge nicht langweilig werden, dafür passiert in den Songs einfach zu viel. Die Länge wird wunderbar genutzt um Spannung aufzubauen, wunderbare Melodien einzuflechten und es ist genug Raum für die hervorragende Gitarrenarbeit (mit 3 Gitarristen wandelt man auf den Spuren von Iron Maiden) vorhanden. So schafft es eigentlich jeder einzelne Song einen mit auf eine Reise zu nehmen doch auch im Albumkontext passt es perfekt und wird so zu einer kleinen Rundreise.

Gesungen wird klar und ausschließlich in einem älteren färöischen Dialekt, daher kann ich über die Texte auch nicht viel sagen, klingen tun sie auf jeden Fall gut und sind passend zur Musik.

Fazit: Ein sehr gelungenes Debüt, was nicht nur für Fans von Týr zu empfehlen ist. Die Scheibe zählt für mich mit zu den stärksten Debüts, die ich dieses Jahr gehört habe und sie hätte auf jeden Fall etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

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Was es sonst noch Wissenswertes gibt:

  • Internetanlaufstellen
  • Line-Up
    • Heri Joensen (Gitarre, Gesang)
    • John Ivar Venned (Gitarre)
    • Ken Johannesen (Gitarre)
    • Ísak Petersen (Bass)
    • Amon Djurhuus (Schlagzeug)
  • Laufzeit
    • 48:00 Minuten
  • Trackliste
    1. Regnio
    2. Heljareyga
    3. Lagnan
    4. Feigdin
    5. Vetrarbreytin


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