Review: Arch Enemy – Khaos Legion

Arch Enemy haben ein neues Album draussen, was sicher jeder mitbekommen haben sollte der sich irgendwie für härtere Musik interessiert, denn auf massenweise Zeitungscover war die Band um Angela Gossow vorne drauf, oder zumindestens ein Bericht im Heft als solches.
Es gab Teaser und Trailer zum Album, eine Vorabveröffentlichung einiger Songs auf einer CD die dem Metal Hammer beilag und auch im Internet kam man sicher nicht an Arch Enemy vorbei, wenn man sich in den richtigen Kreisen zumindestens bewegt.

Nun, die Presse war groß, das Interesse wurde dadurch gesteigert und damit sicher auch die Erwartungen die es hier zu erfüllen gilt.

Mich hat auf jeden Fall die massive Berichterstattung nicht enttäuscht, auch wenn es von mir aus ein wenig weniger hätte sein können.
Ich muss nicht in jedem Magazin davon Lesen das Arch Enemy eine neue Scheibe rausbringen werden.
Egal, was zählt ist die Musik und hier legt Arch Enemy sich wieder voll ins Zeug.

Das Album hat mit dem Intro und diversen Instrumentalzwischenstücken einen Bogen gespannt der hier bedient wird, einen Stimmungsbogen, der ein wenig wie ein Konzept aussieht.
Doch ist Khaos Legion nur bedingt ein Konzeptalbum, auch wenn hier die Texte hauptsächlich kritischer Natur sind.

Es hat etwas von Punk im Metal, jedenfalls was die Texte angeht.

Der Sound ist klasse gelungen auf dieser Scheibe, in fast jedem Song gibt es Soli der beiden Gitarristen Amott zuhören, wobei mir manche der Soli ein wenig bekannt vorkommen von älteren Songs der Band, vor allem auf dem Livealbum zu finden.
Aber das kann auch daherrühren das es die selben Gitarristen sind und es einfach ihr Stil ist Gitarre zu spielen.

Wobei wir mit dem Thema den nächsten Punkt ansprechen, den eigenen Stil, denn den finde ich bei Arch Enemy als gelungen.
Die Band weist einen eigenen Stil auf, durch die Songstrukturen und vor allem durch die Leistung der beiden Gitarristen und deren Spiel.
Klar hat Arch Enemy auch einen eigenen Stil dadurch das sie eine Sängerin haben, doch haben sie auch einen eigenen Stil in den Songstrukturen und dem Gitarrenspiel.

Das einzige Manko auf diesem Album das ich bis dato finden konnte ist der Sound des Bassisten, oder eher gesagt die Mischung der Scheibe, denn der Bass ist mir ein wenig zu Dominat, zu sehr in den Vordergrund gemischt.
Wenn ich dies Album laut hören möchte dann ist der Bass recht kräftig da, vibriert vor sich hin so das ich ihn an der Anlage ein wenig zurückdrehen muss um die Musik geniessen zu können.

Ist vielleicht Geschmackssache, vielleicht liegt es auch an der Anlage, wer weiß?

Mein Fazit: Arch Enemy ist mit Khaos Legions ein Meisterwerk gelungen, jedenfalls in meinen Augen.
Es ist ein umfangreiches und abwechslungsreiches Album, gefüllt mit Melodic Death Stücken, aufgelockert durch Instrumental Songs die dem ganzen Album Luft lassen damit sich die Hauptsongs entfalten können.

Wer es noch nicht getan hat der sollte auf jeden Fall einmal reinhören.

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Tracklist:

01. Khaos Overture [Instrumental]
02. Yesterday Is Dead And Gone
03. Bloodstained Cross
04. Under Black Flags We March
05. No Gods, No Masters
06. City Of The Dead
07. Through The Eyes Of A Raven
08. Cruelty Without Beauty
09. We Are A Godless Entity [Instrumental]
10. Cult Of Chaos
11. Thorns In My Flesh
12. Turn To Dust [Instrumental]
13. Vengeance Is Mine
14. Secrets
15. The Zoo
16. Snow Bound [Akustik]

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