Review: Broilers – Santa Muerte

Die Broilers sind erfolgreich, sie sind mit Santa Muerte in die Charts eingestiegen, sie haben es in die Presse geschafft, sie haben es mit dem Chartserfolg in diverse TV-Magazine geschafft.
Doch trotz des ganzen Erfolges, wie ist das Album eigentlich so ?

Das Album selber finde ich persönlich nicht so stark, auch wenn es in diversen Reviews und Meldungen hervorragend abgeschnitten hat.
Doch woran mag es liegen das mir die Scheibe nicht so zusagt ?

Ich halte den größten Teil der Songs einfach für zu ruhig, die Orgel dominiert mir an vielen Stellen zu sehr, ist mir zu sehr im Vordergrund, teilweise klingt es für mich so als wäre die Orgel noch irgendwie untergebracht worden damit sie auch unterkommt.

Das Orgelspiel ist nicht schlecht, nur ist mir auf Albumlänge die Menge zu viel des guten, es hätte in meinen Augen nicht so sein müssen.
Das ist aber sicher eine Geschmacksfrage und der Band scheint es zu gefallen, sonst hätte sie die Songs nicht so geschrieben und die ganze Sache nicht so gehandhabt.

Die Broilers haben mich nun eine geraume Zeit begleitet, sind gewachsen wie auch ich älter geworden bin, sind einen Weg gegangen, eine Entwicklung, wie sie alle Menschen machen und es wäre auch albern würden sie nochmals ihr Debüt einspielen.

Doch wie weit werden wir gehen, werde ich die Band noch weiter begleiten ?
Seit dem erscheinen von Santa Muerte ist nun einiges an Zeit in die Welt verstrichen, ich habe die Schallplatte nun öfters gehört, es sind sicher einige Perlen drauf, doch begeistern oder mich überzeugen konnte Santa Muerte bisher noch nicht.

Ich weiß nicht wie weit ich mich noch in die Scheibe reinhören muss, wie oft ich sie überhaupt noch hören möchte, denn das Album gefällt mir aus persönlichen Gründen einfach nicht.
Sie deckt sich einfach nicht mehr mit meinem Musikgeschmack, auch wenn sicher der eine oder andere Song recht gut geworden ist.
Auf der Vantias Recordings, dem Vorgängeralbum hätten die stärkeren Songs sicher gut unterkomen können, wären dort aber auch nicht die besten gewesen.

So ist das Album für mich einfach ein wenig durchwachsen, auch wenn der Erfolg der Band sicher recht gibt in dem was sie hier machen und der Erfolg ihnen sicherlich gegönnt sei.

Nun, eigentlich waren die ganzen Worte hier schon der Weg zum Fazit, doch hier nochmal eine Zusammenfassung.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Mein Fazit: Die Broilers gehen konsequent ihren Weg weiter, den sie schon seit dem Beginn ihrer Karriere gegangen sind.
Müssen wir folgen ? – Wir müssen überhaupt nichts, daher muss niemand wirklich meckern dem die Scheibe nicht gefällt, denn die Broilers gehen eben ihren Weg.
Musikalisch deckt sich dies Album nur bedingt mit meinem Musikgeschmack, wobei man eben merkt das die Band sich weiterentwickelt hat, nicht auf Komerz getrimmt, was ihnen hier und da nun vorgeworfen wird, aber eben einen Schritt weiter.
Manch einen Song muss man eben öfters hören, dann öffnet er sich und seine Qualitäten.
Harter Weg (Go!) ist zum Beispiel ein solcher, welcher mir auf der Single noch nicht so zusagte, aber nun beginnt zu rocken.
Es gibt viel zu entdecken hier auf Santa Muerte, doch deckt sich das nicht so ganz mit meinem Musikgeschmack, wobei es eben trotzdem sehr gute Songs geworden sind.
Ich kann, auch wenn dies Album stellenweise ein wenig poppig geworden ist, nur empfehlen die Scheibe einfach mal anzutesten.
Ob ich den Weg der Broilers aber in Zukunft teilen werde müssen wir mit dem nächsten Album sehen, wenn der Weg weitergeht.
Vielleicht kommen wir wieder zusammen, oder es dividiert eben einfach weiter auseinander, Menschen entwickeln sich und verändern sich eben.
Wie hieß es von einer anderen großen Band aus Düsseldorf ? – „Nichts bleibt für die Ewigkeit“.
Ich muss eine Band eben nicht für immer toll finden, eine Band muss mir nicht für immer gefallen, so ist das eben im Leben, wie mit guten Freunden die irgendwann sich weiterentwickeln und man nicht mehr miteinander auskommt da die Interessen Unterschiedliche geworden sind.

Was dieses Album aber auf jeden Fall verdient ist mehr als eine Chance, man sollte mehr als einmal reinhören und sich eine Meinung bilden, denn das Album entwickelt sich, man findet die Elemente erst durch das mehrmalige hören und die Songs müssen erstmal mit dem Hörer wachsen.

Also, hört dreimal hin, es lassen sich ein paar gute Stücke und Ideen finden, nur im ganzen reisst mich diese Scheibe nicht so mit.

_______________________________________________________________________________________________________________

Tracklist:
01. Preludio: Santa Muerte
02. Harter Weg (Go!)
03. In ein paar Jahren…
04. Tanzt Du noch einmal mit mir?
05. Schwarz, Grau, Weiß
06. Verdammte Stille
07. Gemeinsam
08. 33 rpm
09. Vom Scheitern (The World Is Yours, Nicht!)
10. Alles geht weiter
11. Weckt die Toten
12. Wie weit wir gehen
13. Stoßen wir an
14. Singe, Seufze & Saufe

Punk / Oi / HC Reviews