Review: Regul – Chambers Of Permafrost

Wenn ich ein Album bekomme zur Besprechung und erstmal geht der Virenwarner an, dann gucke ich rein und dann sind alle Songtitel in kryptischen Umlauten, dann werd ich schon mal stutzig, doch das Album stammt aus guter Quelle, will ich mal hoffen.
Jedenfalls wurde ich mit dem Album bemustert und ich gehe einfach mal davon aus das die nichts böses von mir wollen, ausser bestimmt ein gutes Review.

Das die Songtitel aber so komisch heissen, das ist schon merkwürdig ,oder sagt euch folgendes etwas ?

ƒÓÙ¼ Äú¡Ñ¼ ìÑí« â«Ó¿Ô

Das ist der Titel des Intros, jedenfalls auf meinem PC, wahrscheinlich erkennt der Rechner einfach nur nicht die Schriftart, oder sowas.

Die Lösung ist einfach, die Band kommt wohl aus Russland, jedenfalls ist eines der Promoanschreiben auf Russisch und eines auf Englisch und mein PC versteht einfach kein kyrillisch.
Doch zu meinem Glück sind die Songtitel zwar nicht übersetzt, aber in lateinischen Buchstaben verfügbar.
Daher kann ich die Titel am Ende dieses Reviews trotzdem noch angeben.

Aber nun zur Musik, zur Musik einer Band die ich vorher noch nicht kannte.
Die Band nennt sich Regul, sie kommt aus Rußland und spielt laut den Angaben Pagan Black Metal, doch wenn ich so reinhören dann nimmt das Intro kein Ende, welches nicht wirklich Black Metal ist, bis auf die verzerrten Gitarren.

Die ersten beiden Lieder klingen einfach wie ein instrumental Intro zu einem Album und auch das dritte Stück hat ein Intro, woran es liegen mag, ich weiß es nicht.
Dann setzt das Schlagzeug mal ein, die Gitarren sind da, später der Gesang, doch es bleibt ruhig, getragen, wie auch schon die beiden quasi Intros.

Die Musik ist nicht schlecht, aber passt hier das Label Black Metal ?
Vielleicht, aber eher das Label Folk Metal, wenn es überhaupt Metal ist.
Auf jeden Fall sehr interessant, nichts was ich so erwartet hätte.

Mein Fazit: Nicht von dem Artwork täuschen lassen, es wird hier kein Pagan- und kein Folk Metal geboten, es wird hier auch kein Black Metal geboten sondern eine Atmosphäre von Musik die hauptsächlich durch Klänge, die Melodien und Töne lebt.
Nicht immer stimmen die Einsortierungen der Labels, daher vorher einfach mal reinhören.
Klar ist es auch Black, Pagan und Folk Metal, aber die Musik ist mehr, sie setzt auf sich selber, auf die Töne, die Atmosphäre.
Nicht schlecht, anders als erwartet, vor allem das, wenn man die Beschreibung dazu liest.
Blind kaufen kann ich nicht empfehlen, denn eventuell ist der eine oder andere dann entäuscht, daher hört vorher einfach mal rein.

________________________________________________________________________________________________________________

Tracklist

1. Jarym Ognem Nebo Gorit
2. Pokoi Vechnoj Merzloty
3. Holod Zamerzshih Serdec
4. Moroza Bezzhalostnyj Gnev
5. T’ma Poljarnoj Nochi
6. Toska Karpatskih Lesov
7. Krik Umirajuwej Prirody

Erscheinungsdatum
04.07.2011

Reviews sonstige Genre