Listenalarm: 2010 – Unter ferner liefen

Hier kommt nun eine Auswahl der Alben, die es nicht in meine Top 15 geschafft haben, in alphabetischer Reihenfolge. Ursprünglich wollte ich es in zwei Artikel aufteilen, aber dann hab ich gedacht ich lass einfach einige Alben weg und beschränke ich auf eine kleinere Auswahl, die immer noch groß genug ist. Um das Ganze aber doch etwas aufzulockern gibt es zwischendurch ein paar Beispielvideos zur Unterhaltung.

Was es mit dem „Listenalarm“ auf sich hat, habe ich hier kurz erklärt.

  •  Anacrusis – Hindsight, Vol 1 & 2

Hätte es eigentlich verdient in die Top 15 zu kommen, da es aber nur Neueinspielungen sind, habe ich es mal draußen gelassen. Progressiver Thrash Metal in Perfektion.

  • Anaïs Mitchell – Hadestown

Eine Folk-Opera, die die Geschichte von Orpheus erzählt. Fantastisch gemacht, ein Album zum Augen schließen und sich verzaubern lassen.

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  • Anathema – We’re Here Because We’re Here

Nein, bis hierhin und nicht weiter. 6 Jahre haben sie für das Album gebraucht und dann kommt da so ein weichgespülter Esomüll bei raus. Diese positive Stimmung in den Songs passt nicht zu den Anathema, wie ich sie mag.

  • Annihilator – Annihilator

Nettes Thrash Album der Band von Jeff Waters. Besser als die letzten Scheiben, aber an die Glanzstücke der Bandgeschichte kommt es nicht heran. Und auch in diesem Jahr sind einige stärkere Thrash Alben erschienen.

  • Arjen A. Lucassen’s Star One – Victims of the Modern Age

Der niederländische Tausendsassa hat mal wieder jede Menge Prominenz versammelt um sein Sci-Fi Projekt fortzuführen. Äußerst gelungen, kann das Niveau des Vorgängers halten.

  • Atheist – Jupiter

Holla die Waldfee, was für ein Comebackalbum nach 17 Jahren Pause. Technical Death Metal aus dem Sunshine State. So richtig Spaß macht das Album am Stück, auch wenn dieses Stück dann nur gut eine halbe Stunde lang ist.

  • Atlantean Kodex – The Golden Bough

Schon die „Pnakotic Demos“ waren klasse, die erste richtige Scheibe wurde dann zu einem Album, wie man es sich seit Jahren von Manowar mal wieder wünschen würde. Für Freunde des Epic Metal ein Muss. Im Unterschied zu den Demos wirkt hier alles noch detaillierter und besser konstruiert, daher dauert es auch etwas länger, bis man Zugang zum ganzen Album hat. Wer Geduld hat wird dann aber belohnt. Die Toteninsel von Böcklin als Coverartwork rundet das Album perfekt ab.

  • Audrey Horne – Audrey Horne

Ich habe es wirklich versucht, gerade weil viele Leute und Magazine diese Scheibe so abgefeiert haben. Bei mir blieb aber einfach null hängen. Ich erkenne zwar, dass es gut gemacht ist, aber es packt mich einfach nicht. Schade, ist Musik für andere Leute.

  • Avantasia – Angel of Babylon & The Wicked Symphony

Der Doppelschlag des EdGuy Frontmanns. Die beiden Scheiben komplettieren die „Wicked Trilogy„, die 2008 mit „The Scarecrow“ begonnen wurde. Wieder mit jeder Menge Gaststars wird auf diesem Doppelpack gepunktet. Neben Michael Kiske haben auch noch u.A. Jørn Lande, Russel Allen, Ripper Owens und Jon Oliva Gastauftritte. Wen etwas Kitsch nicht stört, der wird daran sicher seine Freude haben. Für mich hätte es gereicht, wenn man die besten Songs genommen hätte und ein einziges Album daraus gemacht hätte. Hat über die Zeit doch etwas abgebaut.

  • Black Country Communion – Black Country

Der erste Streich der Supergroup um Glenn Hughes und Joe Bonamassa. Eins der Hardrock Highlights des Jahres, die kleinen Dinge die hier noch stören, wurden auf dem grandiosen Nachfolger dann endgültig beseitigt. Dennoch kann man sich auch bedenkenlos das Debüt zulegen und bekommt ein gehaltvolles Hardrock Album.

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  • The Black Crowes – Croweology

Das Abschiedsalbum? Falls ja, dann gehen die Krähen aber mit einem mächtigen Knall. Akustische Neueinspielung alter Songs auf zwei CDs und mit jeder Menge Leidenschaft. Ganz knapp an den Top 15 gescheitert.

  • Black Mountain – Wilderness Heart

Puh, ich weiß nicht was ich von dem Album halten soll. Im Gegensatz zum Vorgänger klingt mir das etwas zu klar und die Spur Doom vermisse ich auch. Ruhiger ist die Scheibe, die Songs sind zum Großteil natürlich toll, aber das gewisse Etwas fehlt mir.

  • Blind Guardian – At the Edge of Time

Nach den durchwachsenen „A Night at the Opera“ und „A Twist in the myth“ haben sich Blind Guardian wieder auf alte Stärken besonnen. An ihre großartige Phase, zu Beginn ihrer Karriere kommen sie zwar mit „At the Edge of Time“ nicht ran, aber man hört wieder ihre Markenzeichen und der Bombast wurde etwas zurückgefahren.

  • Caro Emerald – Deleted Scenes from the Cutting Room Floor

Die Dame ist in Holland gerade der große Hit mit ihrer Mischung aus Swing, Folk und Singer/Songwriter Musik, die stark an die 20er Jahre erinnert. Geht gut ins Ohr, leichte Musik für heitere Stunden.

  • The Creepshow – They All Fall Down

5 Jahre, 3 Alben und eins besser als das andere. Fast keine andere Band bekommt es sonst so gut hin Psychobilly, Punk und Rock’n’Roll so zu vermischen, dass jeder Song so eine Kraft und Energie ausstrahlt, die direkt ins Tanzbein fährt. Die Stimme von Sarah Blackwood tut das übrige dazu, um die Scheibe zum Hörgenuss zu machen.

  • Crippled Black Phoenix – I, Vigilante

Die Post-Rocker CBP setzen sich zusammen aus Mitgliedern u.A. von Iron Monkey, Gonga, Mogwai und Electric Wizard. An das vorhergehende Doppelalbum „The Resurrectionists/Night Raider“ von 2009 kommt dieses kürzere Album (6 Songs mit knapp 50 Minuten) nicht ganz heran, aber es weiß durchaus mit seinen epischen Songs den Hörer zu verzaubern. Vor allem der Bastogne Blues erreicht eine unglaublich ergreifende und zugleich beklemmende Intensität mit seiner Erzählung eines Kriegsveteranen:

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  • Danzig – Deth Red Sabaoth

An die ersten Alben kommt das hier natürlich nicht heran, aber es lässt die mmh, naja sagen wir durchwachsenen Spätwerke vergessen und zeigt, dass es Herr Danzig doch noch drauf hat.

  • Deadline – Bring the House Down

siehe Review aus dem März 2010

  • Der Weg Einer Freiheit – Der Weg einer Freiheit

Black Metal derPuristen dieses Genres vermutlich abschreckt, das könnte ein Grund sein, warum er gerade mir manchmal gefällt. Die Musiker sehen nicht aus wie man sich Black Metaller vorstellt, der Inhalt ist nicht so negativ besetzt und dennoch erschafft die Band mit den eingebauten Melodien eine Stimmung, wie es manch andere „true“ Black Metal Band nicht schafft.

  • District 97 – Hybrid Child

Das Debütalbum einer Prog-Band aus Chicago. Am Mikrofon steht mit Leslie Hunt eine ehemalige Finalistin von American Idol und beweist damit, dass solche Castingshows auch etwas Gutes hervorbringen können. Sie ist die ideale Ergänzung zur ursprünglich als Instrumental-Prog-Combo auftretenden Band. Das Album ist eine Mischung aus verschiedenen progressiven Stilen, etwas Retroprog, New Artrock, Melodic Rock und Progmetal. Klasse Debüt, bin gespannt wie sie diese Scheibe toppen wollen.

  • Doomshine – The Piper at The Gates of Dawn

Das zweite Werk der Band aus Ludwigsburg bietet Epic-Power-Doom, der stellenweise 70er Zitate einstreut und auch bei einer Albumlänge von 73 Minuten für Genrefreunde nicht langweilig wird.

  • Dritte Wahl – Gib Acht!

Da sind sie wieder, die Punkrocker aus Rostock. Man bekommt was man erwartet, melodischen Punkrock, teilweise mit kritischen, teilweise mit lustigen Texten. Solide Scheibe.

  • Earl Greyhound – Suspicious Package

Das Album fühlt sich an wie eine Zeitreise in die 70er Jahre. Wunderbarer Retro Rock, stellenweise mit einer souligen Schlagseite.

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  • Electric Wizard – Black Masses

Ein richtig schlechtes Album können die ja eigentlich gar nicht. Und auch auf dieser Scheibe schiebt sich die Musik wieder wie Lava aus den Boxen, düster, langsam und mächtig. Electric Wizard halt.

  • Enslaved – Axioma Ethica Odini

Wäre das mehr mein Genre, dann wäre eine Topplatzierung drin gewesen. Aber auch so kann ich anerkennen, dass hier toller progressiver Black Viking Metal geboten wird, der sich auch an Seventies-Zitaten bedient und eine faszinierende Dichte aufbaut.

  • Exodus – Exhibit B: The Human Condition

2010 war das Jahr der alten Thrash Haudegen. Den Auftakt hier machen Exodus, mit einem sehr gelungenen Bay-Area Kracher, der sich von den beiden ersten Alben mit Rob Dukes am Mikrofon abhebt. Könnte u.A. daran liegen, dass er scheinbar an seinem Gesang gearbeitet hat.

  • Forbidden – Omega Wave

Durchschnittliches Thrash Album, das gegen die starke Konkurrenz 2010 nicht ankommt. Da würde noch mehr gehen.

  •  A Forest of Stars – Opportunistic Thieves of Spring

Hmm ja, was soll man da schreiben. Die Musik lässt sich fast nicht beschreiben. Vielleicht könnte man es als psychedelischen Black Metal beschreiben. Etwas ganz besonders, was man sonst nicht so oft hört. Doch nicht nur das Exotische macht den Reiz aus, es ist auch noch fantastisch gespielt. Was sich auf dem Debüt „The Corpse of Rebirth“ angedeutet hat, konnten sie auf dieser Scheibe perfektionieren.

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  • The Gaslight Anthem – American Slang

Selbst wenn man es nicht wüsste, würde man mittlerweile sehr deutlich an der Musik von The Gaslight Anthem hören, dass der Boss ein großes Vorbild ist.Der Punk und Dreck wurde gegenüber dem Vorgänger noch weiter zurückgefahren, die musikalische Qualität leidet darunter aber keineswegs. Bis jetzt das Bandhighlight.

  • Gimp Fist – The Place Wher I Belong…

In England entsteht langsam wieder eine tolle Oi! Szene. Bestes Beispiel sind Gimp Fist, die hier eins der besten Oi-Punk Alben 2010 abliefern.

  • God Dethroned – Under the Sign of the Iron Cross

Death Metal aus den Niederlanden, der sich auf dem Album thematisch mit dem ersten Weltkrieg befasst. Es wird geknüppelt was das Zeug hält und jeder Death Metal Fan wird daran vermutlich seine Freude haben. Ein würdiges Abschiedsalbum, wenn sie mit der Auflösung wirklich ernst machen.

  • Grand Magus – Hammer of the North

Der Doom ist praktisch weg und man bekommt ein klassisches reines Heavy Metal Album geliefert. Objektiv eins der besten Metal Alben 2010, subjektiv fehlt mir das doomige der Vorgänger.

  • Grinderman – Grinderman 2

Nick Cave halt. Abgedreht und gut. Muss ich noch häufiger hören um es richtig einschätzen zu können.

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  • Hail of Bullets – On Divine Winds

Die nächste Death Metal Band aus den Niederlanden. Hier geht es allerdings thematisch um den zweiten Weltkrieg. Kann mit God Dethroned fast mithalten. Leichter Durchhänger allerdings in der Mitte.

  • Hardcore Superstar – Split Your Lip

Langsam wird es mal Zeit für etwas Sleaze und der kommt hier aus Schweden. Woher auch sonst? Über das letzte Album „Beg for it“ hüllt man am Besten den Mantel des Schweigens. Mit der neuen Scheibe können sie aber wieder an ihre Bandhighlights „Dreamin‘ in a casket“ und natürlich die selbstbetitelte anknüpfen. Wem das nicht passt, dem geben H.S. am Ende den guten Rat: „Run to your mama„.

  • Heathen – The Evolution of Chaos

Wie schon gesagt, das Jahr der Thrashhaudegen. Auch Heathen hauen ein klasse Album raus. Die Lyrics von „A Heroes Welcome“ ziehen für mich persönlich das Album aber etwas nach unten.

  • Ihsahn – After

Der Frontmann der Black Metal Institution Emperor liefert hier ein äußerst gelungenes progressives Metalalbum ab.

  • Immolation – Majesty and Decay

Death Metal aus den USA, richtig schön in die Fresse, wie sich das gehört. Klasse Scheibe, macht sogar mir als Genreaußenseiter Spaß.

  • Irie Révoltés – Mouvement Mondial

Das perfekte Sommeralbum, wenn man auch mal nichts gegen Reggae hat. Die Band kommt aus Deutschland und Frankreich und verpackt politische und kritische Texte in Gute Laune Musik. Abwechselnd auf Deutsch und Französisch gesungen, wobei der französische Anteil etwas überwiegt.

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  • Iron Maiden – The Final Frontier

Gefühlsmässig hätte die Scheibe Platz 1 verdient gehabt, aber ich bin halt auch Maiden Fanboy. Es ist für mich auf jeden Fall mit Brave New World die stärkste seit der Reunion mit Bruce Dickinson. Vor allem die zweite Albumhälfte rechtfertigt einen Kauf. Mehr dazu hier.

  • Janelle Monáe – The ArchAndroid

Wieder etwas exotisches. Ein Swingalbum, dass sich komplett mit Metropolis, dem filmischen Meisterwerk von Fritz Lang befasst. Für musikalisch offene Menschen ein heißer Tipp um mal über den Tellerrand zu schauen.

  • Joe Bonamassa – Black Rock

Entweder man mag Joe Bonamassa oder man mag ihn nicht. Ich halte ihn für einen der besten Blues-Rock Gitarristen unserer Zeit, der zudem einen Output hat, der manch andere Künstler schwindelig werden lassen würde. 2010 war er ja auch schon an dem Black Country Communion Album beteiligt.

  • Johnny Cash – American VI: Ain’t No Grave

Das letzte Album der Legende. In derselben Session wie American V entstanden, kommt es aber nicht mehr ganz an die Klasse des Vorgängers heran. Gelungen ist es dennoch und es ist halt Cash.

  • Killing Joke – Absolute Dissent

Die Scheibe habe ich leider etwas zu sehr vernachlässigt. Um da richtig einsteigen zu können, hätte sie vermutlich noch mehr Durchgänge gebraucht, die werde ich aber nachholen. Bis dahin kann ich aber immerhin sagen, dass man, wenn man den Gesang von Jaz Coleman mag, hier nicht viel falsch machen kann. Lediglich die Produktion könnte etwas besser und klarer sein.

  • Kraja – Brusand Hav

Ok, ich gebe zu, ich habe manchmal einen sehr ungewöhnlichen Musikgeschmack. In dieser Hinsicht dürfte dieses Album aber das Highlight 2010 sein. Es besteht lediglich aus weiblichem Chorgesang, der traditionelles norwegisches Liedgut vorträgt. Klingt langweilig? Ist es nicht! Es ist absolut schön und voller Anmut. Natürlich eher was für ruhige Stunden, wo man sich dieser Musik richtig hingeben kann.

  • Kvelertak – Kvelertak

Mit Black’n’Roll kann man die Musik vielleicht ganz gut beschreiben, die die Norweger von Kvelertak zelebrieren. Wenn man sich auf das Album einlässt und ihm etwas Zeit gibt, dann wird man mit einer eigenständigen Musik belohnt, die über die Zeit nicht abbaut sondern immer besser wird.

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  • Lyapis Trubetskoy – Agitpop

Ska Punk aus Weißrussland. Wenn das nicht exotisch ist, dann weiß ich es auch nicht. Agitpop ist kein reguläres Album, sondern eine Sammlung verschiedener Songs extra für den deutschen Markt. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall, denn die Musik hat den Exotenbonus gar nicht nötig, Ska Punk Freunde werden ihre Freude an der Scheibe haben.

  • Mad Sin – Burn and Rise

Für mich die zweitbeste Scheibe in der langen Geschichte der Berliner Psychobilly Band. Für mehr verweise ich auf das Review des Kollegen.

  • Melechesh – The Epigenesis

Der orientalische Black Metal entfaltet auch auf dieser Scheibe der Band aus dem Nahen Osten seine Wirkung. Highlight für mich ist „Grand Tathas of Baal Sin„, der Rest macht aber auch Spaß, wenn die Scheibe auch nicht ganz die Klasse der Vorgänger erreicht.

  • Melissa auf der Maur – Out of our Minds

Dazu hatte ich mal eine kleine Vorabreview geschrieben und mittlerweile hat das Album noch gewonnen. Würde ich eine Top 20 Liste machen, wäre das Album auf jeden Fall drin.

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  • Mirror of Deception – A Smouldering Fire

Auf ihrem Jubiläumsalbum zum 20jährigen regiert bei den Schwaben wieder das Riff und sie zeigen, dass sie den traditionellen Epic-Doom noch immer drauf haben.

  • Motörhead – The Wörld is Yours

Bei Motörhead weiß man eigentlich, was man zu erwarten hat und muss mit keinen großen Überraschungen rechnen. So ist es auch auf der neuesten Scheibe von Lemmys Jungs. Solide Kost. Mein Songhighlight ist „Brotherhood of Man„.

  • Motorjesus – Wheels of Purgatory

Die ehemaligen Shitheads liefern hier ihre bis jetzt beste Scheibe voller metallischem Hardrock ab. Vor allem das Songwriting scheint sich verbessert zu haben.

  • Negură Bunget – Vîrstele Pamîntului

Atmosphärischer Black Metal deluxe aus Rumänien. Unfassbar was für starke Scheiben die Band immer wieder abliefert. Das Highlight der Band bleibt für mich zwar „Om„, aber Vîrstele Pamîntului kratzt am Thron. Das ist schon beachtlich, wenn man berücksichtigt, dass zwischen den beiden Scheiben fast das komplette Line-Up gewechselt hat. Ein Album, dass man am Stück unter dem Kopfhörer hören muss.

  • The Ocean – Anthropocentric & Heliocentric

Auch wenn die beiden Alben mit ungefähr einem halben Jahr Abstand veröffentlicht wurden, gehören sie ja doch irgendwie zusammen. Einfacher zugänglich als die vorherigen Alben, mehr Passagen mit klarem Gesang, die Songs sind nicht mehr so kompliziert aufgebaut und dennoch unterhaltsam.

  • Orphaned Land – The Never Ending Way of ORwarriOR

Ist zu meinem Lieblingsalbum der Israelis geworden. Die Death Metal Anteile wurden hier stark zurückgefahren, vermutlich liegt es daran. Im orientalischen Metal macht Orphaned Land auf jeden Fall niemand so schnell etwas vor.

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  • Overkill – Ironbound

Von den ganzen Veröffentlichungen alter Thrashbands 2010 ist Ironbound meine zweitliebste (die liebste Scheibe dauert noch etwas, bis sie hier auftaucht). Voller Energie gehen die Amerikaner hier die Scheibe an, dass man meint, sie würden gerade als Jungspunde am Anfang ihrer Karriere stehen. Alle Trademarks, die man von frühen Overkill Alben kennt sind vorhanden: Songs, die zum Mitsingen auffordern, schnelle Sachen, Midtempo Nummern, fantastische Power-Riffs und noch viel mehr. Füller gibt es auf der Scheibe nicht.

  • Pearl – Little Immaculate White Fox

Pearl Aday, die Tochter vom Drummer von Janis Joplin, Stieftochter von Meat Loaf und Ehefrau vom Anthrax Gitarristen Scott Ian, bietet auf ihrem Debüt, gemeinsam mit ihrem Ehemann, soliden Hardrock ab, der durchaus leicht ins Ohr geht. Vor ihrer ersten eigenen Scheibe hat sie übrigens massiv Erfahrung als Backup Sängerin u.A. bei ihrem Stiefvater, bei Filter und bei Ace Frehley gesammelt.

  • Produzenten der Froide – Ready for love

Rau, direkt und ehrlich, so klingt die Scheibe der Stuttgarter Oi Band. Allein schon ihre klare antifaschistische Einstellung macht die Band sympathisch, denn so muss man sich vorher keine Gedanken über irgendwelche Grauzonen machen. Guter, druckvoller Sound, schöne Chöre (wenn man bei Oi von schön sprechen kann 😉 ) und jede Menge Energie wurden in die ca. 48 Minuten gepackt. Mein Oi Highlight aus Deutschland 2010.

  • Rawside – Widerstand

6 Jahre hat es gedauert bis die deutsche Hardcore-Punk Institution wieder ein neues Album rausgehauen hat und sie wirken noch angepisster als auf dem Vorgänger „Outlaw„. Wie ein Tornado fegt die Scheibe für 40 Minuten durch die Boxen und sorgt für geballte Fäuste beim Hörer. Nice one.

  • Rival Sons – Before The Fire

Das Debüt der Classic Rock Band. Eigentlich nur per Download auf vernünftigem Weg erhältlich, deutet es schon an, was dieses Jahr dann mit dem zweiten Album Pressure & Time explodieren sollte. Rival Sons sind eine einzige Verbeugung vor den 70ern, allerdings vermischen sie die Einflüsse so, dass etwas eigenständiges dabei herauskommt und es nicht wie eine billige Kopie wirkt. Starkes Debüt der aktuell heißesten Classic Rock Band. Kratzt ganz stark an einer Topplatzierung.

  • Robert Plant – Band of Joy

Der ehemalige Sänger von Led Zeppelin liefert in letzter Zeit wirklich starke Soloscheiben ab. Auch Band of Joy bildet hier keine Ausnahme. Eine wunderbare Mischung aus Country, Blues, 60er Jahre Pop und Americana.

  • The Rockford Mules – Ma they broke me

Geheimtipp für Freunde des etwas härteren Southern Rock. Lockere und entspannte Scheibe.

  • Rose Kemp – Golden Shroud

Als ich die Scheibe in meinem iTunes bei einem Genre einordnen musste, habe ich sie unter „Atmospheric Doom Metal“ abgelegt. Rose Kemp ist dort bei mir die einzige Künstlerin. Wer sich einen Song von Frau Kemp mal angehört hat, der wird vermutlich verstehen, warum man ihre Musik so schwer einordnen kann. Finster, spannend, schwer und eine echte Herausforderung. Die Stimme ist vermutlich so ein Love it or hate it Ding… I love it

  • Sabbath Assembly – Restored to One

Auch diese Scheibe ist schwer einzuordnen. Hinter Sabbath Assembly steckt unter anderem Jex Thoth (also die Sängerin der gleichnamigen Band). Eigentlich werden hier okkulte Kirchenlieder der „Process Church of the Final Judgement“ vorgetragen. Das ist schon so abgefahren, dass es eigentlich gar nicht schlecht sein kann. Leichte Erinnerungen an Coven könnten auftauchen, aber Coven wirken dunkler als der eher psychedelische Folk von Sabbath Assembly. Wieder ein Album, dass ich nur schweren Herzens aus der Top 15 gestrichen habe. Hätte ich euch hier gerne mit einem kurzen Video vorgestellt, gibt aber kein vernünftiges. Vertraut mir halt einfach, wer auf Okkult Rock steht sollte da auf jeden Fall mal reinhören.

  • Sacred Oath – World on Fire

Solider US-Power-Metal mit etwas gewöhnungsbedürftigem Gesang.

  • Sahg – III

Und gleich das nächste Album, was ich ebenfalls erst am Ende aus der Topliste aus Platzgründen streichen musste. Wer Doom mag, der kann mit den drei Alben von Sahg (I, II und III) eigentlich nicht viel falsch machen. Die Norweger spielen den Doom etwas rockiger mit Stonereinflüssen. In der Presse schnitt die Scheibe zwar etwas schlechter als die Vorgänger ab, ich finde sie aber mindestens genauso stark.

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  • Saint Jude – Diary of a Soul Fiend

Toller Rock, der etwas an die Black Crowes erinnert, allerdings mit weiblichem Gesang. Hat mich auf Albumlänge zwar noch nicht 100%ig gepackt, aber vor allem „Soul on fire“ geht gut ab. Reiht sich durchaus bei den Classic Rock Veröffentlichungen des Jahres vorne mit ein.

  • Sancta Sanctorum – The Shining Darkness

2010 sind doch einige gute Doom-Alben erschienen, auch das Debüt der Band aus Florenz gehört dazu. Richtige Neulinge sind Sancta Sanctorum aber nicht, denn u.A. stecken da mit Danny Hughes, Thomas Hand Chaste und Steve Sylvester gleich drei Ex-Death SS Mitglieder dahinter.

  • Seamount – III Sacrifice

Und gleich noch ein gelungenes Doom Album, diesmal aus Würzburg. Für Doomfreunde war 2010 wirklich ein ziemlich gutes Jahr (oder es kommt mir nur so vor, weil ich das Genre bevorzuge). Dazu tragen auch Seamount, um den ehemaligen Atlantean Kodex Frontmann, mit ihrer epischen Scheibe bei.

  • Serj Tankian – Imperfect Harmonies

Der System of a Down Frontmann weiter auf Solopfaden. Erinnerte das Debüt noch stark an seine ehemalige (und wieder aktuelle) Band, so hat er sich von dieser Vergangenheit auf Imperfect Harmonies gelöst und geht eigenständiger zu Werke, was der Scheibe gut tut.

  • Slash – Slash

Netter Radiorock des ehemaligen Gunners Gitarristen mit dem Zylinder. Vielleicht sind die vielen Gastsänger ein Nachteil, das soll sich ja beim nächsten Album ändern. Mal abwarten.

  • Slough Feg – The Animal Spirits

Hat mit der Zeit zwar etwas nachgelassen, vor allem gegenüber dem Vorgänger „Ape Uprising„. Dennoch reiht sich The Animal Spirits gut in die bisherigen hochklassigen Veröffentlichungen dieser eigenständigen und originellen Metalband ein.

  • The Soulbreaker Company – Itaca

Feinster Prog Rock aus Spanien, der viel zu unbeachtet ist außerhalb Spaniens. Spacig und abgefahren lässt die Soulbreaker Company in der Stunde Spielzeit mehrmals die Kinnlade des Hörers auf die Tischplatte knallen.

  • Spiritual Beggars – Return to zero

Da ihr ehemaliger Sänger JB sich voll auf seine Hauptband Grand Magus konzentrieren wollte, hat die Band um Michael Amott sich mit Apollo Papathanasio von Firewind verstärkt. Daher passt der Albumtitel ganz gut, denn es gibt eine kleine Neuorientierung, die nicht nur mit der neuen Stimme des Sängers zu tun hat. Die Stonereinflüsse wurden weiter zurückgefahren und es geht stellenweise eher in Richtung Rainbow oder frühe Sabbath. Ein sehr stimmungsvolles Album, das gut unterhält.

  • Triptykon – Eparistera Daimones (& Shatter EP)

Die neue Spielwiese des ehemaligen Celtic Frost Frontmanns Thomas Gabriel Fischer. Ein düsteres Stück Musik, dass eine besondere Atmosphäre aufbaut und einiges niederwalzt. Musik, die man nicht im Cabrio hören sollte, denn sie verdunkelt die Sonne und bringt mit ihrer intensiven Negativität alles zum einstürzen. Die EP steht dem Album in nichts nach. Klasse Musik.

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  • Various Artists – Whom The Moon A Night Song Sings

Ich vermute mal, Whom The Moon A Night Song Sings dürfte die einzige Compilation in dieser Reihe sein. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich einzelne Alben von Bands bevorzuge, aber bei diesem Doppelalbum mache ich dann doch eine große Außnahme. Das Besondere beginnt schon beim geschmackvollen Coverartwork und passt perfekt zur dargebotenen Musik: dunkle Oden an die Natur, meistens akustisch oder minimalistisch instrumentiert. Schwer zu beschreiben, wenn man es nicht hört. Beteiligt sind u.A. Ulver, October Falls, Empyrium, Les Discrets, Dornenreich und Lönndom. Die rund 105 Minuten setzen sich zusammen aus exklusiv für die Compilation aufgenommenen Songs oder rare Songs, die man sonst auf fast keinem anderen Weg mehr zu hören bekommt.

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  • Vanderbuyst – Vanderbuyst

Wenn man Ehrlichkeit vertonen könnte, würde sie vermutlich so klingen wie das erste Minialbum von Vanderbuyst. Einer holländischen Band, die wie die Okkult Rocker von The Devil’s Blood aus der Band Powervice entstanden ist. Erdiger Hardrock, der nur eine Richtung kennt und zwar nach vorne ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Verbeugung vor Bands wie zum Beispiel Rainbow, Thin Lizzy und UFO. Letzteres wird spätestens mit einem fast 12 minütigen, live eingespielten Cover von „Rock Bottom“ deutlich. Was freu ich mich auf den ersten richtigen Longplayer.

  • The Vegabonds – Dear Revolution

Und noch eine Classic Rock Band, die meiner Meinung nach viel zu unbeachtet ist. Bin eigentlich nur über eine ganz kleine Erwähnung in einer Musikzeitschrift darauf aufmerksam geworden. Auch hier sind gewisse Ähnlichkeiten zu den Black Crowes durchaus vorhanden.

  • Void of Silence – The Grave of Civilization

Am Mikro ist nicht mehr Primordial Sänger Nemtheanga sondern ein gewisser Brooke Johnson. Der macht seine Sache aber auch sehr gut und verleiht diesem Brocken von Doom Metal seine eigene Note. Der Titel des Albums passt perfekt, so muss sich der Soundtrack zum Untergang der Zivilisation anhören. Voller Tristesse und ohne einen Funken Hoffnung auf einen Ausweg. Die passende Musik für den kommenden Herbst.

  • Volbeat – Beyond Hell/Above Heaven

Der vierte Streich der Dänischen Rocker. Beim Erscheinen war ich noch ziemlich begeistert, doch bis jetzt hat die Scheibe stark abgebaut. Vielleicht so stark wie keine andere Scheibe aus dem Jahr 2010. Es klingt alles wie bereits gehört und man vermisst das gewisse Etwas. Da höre ich doch lieber die ersten drei Outputs. Da die Dänen mit der Scheibe aber ihren endgültigen Durchbruch geschafft haben, bezweifle ich, dass sie an ihrer Erfolgsformel auf den nächsten Alben noch etwas ändern werden.

  • Warpaint – The Fool

Vier Damen aus Los Angeles, die eine Art psychedelischen Art Rock spielen. Vor allem die erste Hälfte des Albums weiß zu überzeugen, die zweite lässt dann etwas nach in meinen Ohren.

  • Watain – Lawless Darkness

Nachdem so ein Bohei um diese Band gemacht wurde, habe ich gedacht ich höre es mir mal an. Irgendwie unspektakulär und nicht so böse, wie man es hätte erwarten können.

  • Wolf People – Steeple

Man kann es nicht verneinen, es gibt in letzter Zeit eine Retrowelle im Classic Rock. Wolf People reihen sich dort gleich an der Spitze ein und bieten dem Hörer einen Zeitsprung hin zum Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre. Es gibt Prog Anspielungen, die an Jethro Tull und Genesis erinnern und auf der anderen Seite scheint auch der Rock von Bands wie Deep Purple etwas durch. Von der Band kann man vermutlich noch mehr tolle Alben erwarten.

  • Wuthering Heights – Salt

Die Dänen schaffen es aus verschiedenen bekannten Stilrichtungen wie klassischem Heavy Metal, Power Metal, Speed Metal, Progressive Metal und Folk Metal ihre ganz eigene Mischung zu erschaffen. Dazu kommen auch Melodien, wie zum Beispiel bei The Desperate Poet, die sich sofort in die Gehörgänge brennen. Schönes Album, das zu meinem erweiterten Favoritenkreis 2010 zählt.
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Listenalarm 2010:

Unter ferner liefen, Platz 15 (Zaz – Zaz), Platz 14 (Kylesa – Spiral Shadow), Platz 13 (Nachtmystium – Addicts), Platz 12 (Alter Bridge – AB III), Platz 11 (Dawnbringer – Nucleus), Platz 10 (Procession – Destroyers of the Faith), Platz 9 (The Sword – Warp Riders), Platz 8 (Långfinger – Skygrounds), Platz 7 (Ghost – Opus Eponymous), Platz 6 (Haken – Aquarius), Platz 5 (Heljareyga – Heljareyga), Platz 4 (Nevermore – The Obsidian Conspiracy), Platz 3 (Manic Street Preachers – Postcards From a Young Man), Platz 2 (Flotsam and Jetsam – The Cold), Platz 1 (Major Parkinson – Songs from a Solitary Home), Zusammenfassung

Listenalarm