Listenalarm: 2010 – Platz 5: HELJAREYGA – Heljareyga

Was es mit dem Listenalarm auf sich hat, habe ich hier versucht zu erklären. Alle bisher in dieser Reihe veröffentlichten Beiträge sind am Ende des Artikels verlinkt.

(Anmerkung: Ich versuche zu allen Alben in dieser Rubrik Hörbeispiele zu finden und zu verlinken, da das Internet aber manchmal sehr kurzlebig ist, kann es sein, dass die Links nicht mehr aktuell sind, wenn ihr diesen Beitrag lest.)

 

Bin ich froh, dass ich über die Platte nur schreibe und nicht spreche. Ich hätte mir vermutlich beim Versuch den Bandnamen vernünftig auszusprechen die Zunge gebrochen. Ist ja auch kein Wunder, ich komme ja auch nicht von den Färöer-Inseln.

Dafür aber Heri Joensen und der hat mit Heljareyga nun noch ein Projekt neben seiner Hauptband Týr gestartet. Eine gewisse Ähnlichkeit im Klang der beiden Bands lässt sich nicht von der Hand weisen und doch hat es seinen Grund, dass dieses Projekt nicht unter dem Namen Týr läuft.

Wo bei den letzten Alben von Týr, vor allem dem aktuellen, der progressive Einfluss reduziert wurde, so wird er auf dieser Scheibe ausgelebt. Die 5 Songs, alle zwischen 8 und 11 Minuten lang, fordern vom Hörer Zeit und Geduld. Wenn man sich dennoch darauf einlässt, wird man aber auch belohnt.

Um ein letztes Mal den Vergleich zu ziehen, die bei Týr oft eingängigen Refrains, sind bei Heljareyga nicht auszumachen. Verstehen wird man die Texte auch nicht, es sei denn, man beherrscht Färöisch. Irgendwo habe ich glaube ich auch noch gelesen, dass Joensen sogar einen alten Dialekt für die Texte verwendet hat. Heljareyga ist auf jeden Fall Altnordisch und kann mit „Höllenauge“ übersetzt werden und auf dem Cover der Scheibe auch bewundert werden. Es ist eine Naturerscheinung, von der man sich auf den Färöern erzählt, dass es sich um den nordischen Todesgott handelt, der in den Himmel schaut.

Was das Instrumentale angeht, gibt es hier nichts auszusetzen. Die Band beherrscht ihre Instrumente und außerdem trägt die, wie ich finde, fantastische und markante Stimme von Heri Joensen das Übrige zum Gelingen des Albums bei.

Klar, die Scheibe ist nicht gerade massenkompatibel. Aber wenn man mit Týr schon etwas anfangen kann und sich die Mühe macht und sich auf diesen Brocken einlässt, dann ist die Chance groß, dass man seine Freude an Heljareyga haben wird.

Meine Albumversion hat 5 Songs mit rund 48 Minuten Spielzeit

Bandhomepage: heljareyga.fo

Hörprobe:

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Heljareyga mit Regnið
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Listenalarm 2010:

Unter ferner liefen, Platz 15 (Zaz – Zaz)Platz 14 (Kylesa – Spiral Shadow), Platz 13 (Nachtmystium – Addicts), Platz 12 (Alter Bridge – AB III), Platz 11 (Dawnbringer – Nucleus), Platz 11 (Dawnbringer – Nucleus), Platz 10 (Procession – Destroyers of the Faith), Platz 9 (The Sword – Warp Riders), Platz 8 (Långfinger – Skygrounds), Platz 7 (Ghost – Opus Eponymous), Platz 6 (Haken – Aquarius), Platz 5 (Heljareyga – Heljareyga), Platz 4 (Nevermore – The Obsidian Conspiracy), Platz 3 (Manic Street Preachers – Postcards From a Young Man), Platz 2 (Flotsam and Jetsam – The Cold), Platz 1 (Major Parkinson – Songs from a Solitary Home), Zusammenfassung

Listenalarm