[Review] Minipax – liebehassfriedenkrieg

Platte rein, los geht es hier mit liebehassfriedenkrieg von Minipax, einer Band von der ich bisher noch nichts gehört habe, doch hier das Debütalbum vorliegen habe, welches bei 30 Kilo Fieber Records, subzine records, sowie digital bei Uncle M Records veröffentlicht wurde, oder wird (je nach Zeitpunkt wann ihr hier die Plattenbesprechung lesen werdet).

Vielleicht lehne ich mich hier nun recht weit aus dem imaginären Fenster, doch ist das Spektrum der Musik recht weit gefasst. Auf dem ersten Blick machen Minipax Deutschpunk, bis Rock. Überraschend, oder einfach nur natürlich ist die Einstellung hier. Es gibt auch Wut, doch im Gegensatz zu den Bands aus Tirol und denen die dort im Fahrwasser fischen geht hier die Wut und die Energie über in ein positives Lebensgefühl und einer positiven Einstellung.

Dabei sind Minipax lieber wütend als traurig, doch eben aus dieser Wut, drei Promille und einem freien Wille greift hier im Kern zur hellen Seite des Lebens. Das klingt hier vielleicht nun ein wenig abstrakt, vielleicht auch gar nicht so gut geschreiben in einer Plattenbesprechung wo der Querverweis vielleicht gar nicht so gut zur Einstellung und der Musik der Band passt, um die es dann hier gehen sollte. Daher verlasse ich das Terrain hier wieder und gehe einen Schritt weiter, wieder zum Album von Minipax, welches sich dann auch selber gegen die Beschissenheit der Dinge stellt.

Minipax machen Deutschpunk, irgendwie, denn es ist deutschsprachiger Punk und dieser Begriff stellt mich dann immer wieder vor einer größeren Herausforderung diesen irgendwie einzuordnen. Deutschpunk, egal. Was auch immer. Deutschrock. Auch schlecht besetzt. Rock, auf deutscher Sprache und das ist dann auch irgendwie egal, denn darüber wird sich hier gar nicht definiert.
Minipax rocken, sind wütend, treiben die Lieder nach vorne, doch klingen dabei irgendwie immer postiv, wie ich finde. So wie Dritte Wahl irgendwie, von der Stimmung.

Mein Fazit: Die Band kann hier überzeugen, wenn auch das Rad nicht neu erfunden wird, so machen Minipax aus dem was das Genre gibt recht überzeugende, eingängige Lieder die eine positive Grundstimmung tragen und eine motivierende, hilfreiche, nach vorne bringende Botschaft transportiert. Musik die Spaß macht, die einfach Laune macht und Lust macht auf einen schönen Abend im Sonnenuntergang am Baggersee, oder einfach in einer tollen Grundstimmung irgendwo im Garten.

Doch ganz egal wo und wie ihr die Band genießen werdet, sie kann dadurch punkten das sie eben die Genregrenzen einreißen und dabei ihren eigenen Weg verfolgen und dabei im Grunde auch politisch die ganze Zeit sind. Sie gehen den Schritt weiter und vereinen die Elemente zu ihrem Stil und arbeiten sich ab in den verschiedenen Stilen des Rock und machen aus diesen Teilen ihren Hardcore Punk, was es vielleicht am Ende irgendwie am treffendsten als Beschreibung zutrifft.

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Tracklist
1.Lieber wütend als traurig
2. Freier Wille
3. Beschissenheit der Dinge
4. Er sah, dass es Blut war
5. Anders sein
6.Bei Euch
7. Frieden ist Krieg
8. Hey Du
9. Der Letzte macht das Licht aus
10. Grenzen

Erscheinungsdatum
11.05.2018

Label
30 Kilo Fieber Records
subzine records
Uncle M