[Review] Dv Hvnd – Bollwerk

Die Band mit dem V anstelle einem U ist wieder zurück und haben ein neues Album im Gepäck; die Rede ist natürlich von Dv Hvnd.

Es knarzt ein wenig und dann geht es auch direkt los mit dem Bollwerk. Damit liefert Dv Hvnd sogleich sehr rockigen Punk ab, welcher vom Bass angetrieben wird und damit vom Sound her mich ein wenig an Dritte Wahl erinnert. Wobei das nur eine Reminiszenz an dem Klang der Rostocker ist, denn um wie diese zu klingen, müsste noch mehr zusammenkommen. Und das ist auch gut so, denn zum einen sollten Bands nicht wie eine Kopie klingen und zum anderen hat die Band mit dem Hund im Namen einen eigenen Stil im Gesamtwerk.

Dieser ist schneller, nach vorne gehender Punk, welcher eben gut vom Bass angetrieben, aber nicht dominiert wird. Die Gitarren liefern ein solides Melodie- wie Klangspektrum und somit gibt es hier eingängige, ein wenig treibende, aber immer auch stilvolle Lieder zu hören.

Ist dieses Album nun also ein Bollwerk? Sicher kann man diese Platte als solche sehen, wenn man so will. Eine Festung und ein Bollwerk gegen Angst, wie im Text heißt. Doch ist es eher eine Grundlage um aufbauend zu agieren. Zum stärken der Hörer*innen, nicht im Sinne der Ablehnung, wie es eine Festung oder ein Bollwerk eben verstanden werden könnte. Vielleicht versteht auch jede*r etwas anderes unter diesen eher militärischen Begriffen, doch sehe ich es hier gar nicht so militärisch, sondern als Anker, als Stärke für den eigenen Standpunkt und die eigene Einstellung.

Das Bollwerk von Dv Hvnd macht wirklich Laune und geht gut, aber energiegeladen nach vorne. Voller Kraft, aber diese ohne Hass. Was ein recht wichtiger Punkt bei der ganzen Sache ist. Trotz dem harten Sound liefert die Band positive Energie ab. Wer es nicht glauben mag, sollte einfach in Glas halb voll reinhören. Optimismus ist eine wichtige, oft gar vernachlässigte Einstellung.

Mein Fazit:Mit Bollwerk vereinen Dv Hvnd die verschiedenen Elemente die mich im Punk und Rock ansprechen. Rockig, mit treibenden Bass gehen die Lieder nach vorne. Melodien tragen die Lieder zugleich und setzen dabei den Kontrastpunkt, auch zum härteren Gesang, welcher hier geboten wird. Mir macht es gerade Spaß, diese Platte zu hören, und darum sollte es in der Musik immer gehen.
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Tracklist
01 Nicht jeder kann
02 Der Gaul
03 Glücklich
04 Bollwerk
05 Wozu es zerreden
06 Sonnenseite
07 Glas halb voll
08 Pass auf
09 Auf einmal
10 Malt es aus

Erscheinungsdatum
05.06.2020

Label
Last Exit

Punk / Oi / HC