[Review] V.A. – A Fistfull more of Rock’n’Roll – Volume 3

Einen Sampler habe ich hier schon lange nicht mehr gehört, mit A Fistfull more of Rock’n’Roll Volume 3 ist es nun wieder mal soweit und vorab muss ich gleich sagen das es Spaß gemacht hat und immer noch Spaß macht.

Vom Titel sollten wir uns hier nun nicht in die Irre leiten lassen, denn es wird kein klassischer Rock and Roll geboten, sondern viel mehr jenes, wonach das Artwork aussieht. Also Rock, wobei dies die Fortführung des R’n’R darstellt. Keine Ahnung, ist so eine Welt der Begrifflichkeiten, wobei die einen hierzu Rock’n’Roll sagen mögen, andere werden hier vielleicht treffenderer Begriffe haben. Vielleicht trifft Rockabilly ganz gut. Vielleicht auch nicht. Es ist jedenfalls nicht das klassische, was hier geboten wird, sondern lässt sich vielleicht mehr mit dem Sound von Motörhead vergleichen, wenn denn eine Referenz gezogen werden sollte.

Nun ist dies hier ein Sampler, welcher stilistisch sehr gut zusammengestellt ist und die Bands und ihr Sound wie auch ihr Stil sehr gut zusammen passt. Dabei kommen die Bands, die hier vertreten sind, aus den verschiedensten Ländern und auch von den verschiedenen Labels. Sechsundzwanzig verschiedene Combos, welche sich und ihren Sound hier präsentieren und bei keiner habe ich weitergeschaltet. Es passt einfach zusammen und macht Laune.

Der Sound ist abgestimmt, ein wenig rau, ungeschliffen und roh. Eben nicht glattpoliert und radiotauglich, sondern solider Rock, der hier von den ganzen Bands geboten wird. Vom Stil ist es aufeinander abgestimmt, was aber dann zum einen bedeutet das es keine großen Ausreißer, aber eben auch keine großen stilistischen Überraschungen gibt.

Mein Fazit: Ein gut gemachter Sampler, der so einfach gehört werden kann, ohne das man sich nun um die Musik auf einer Party beispielsweise kümmern müsste. Die Musik und auch die Bands passen halt zusammen. Was mir auffällt ist aber, das es wohl keine Sängerinnen hier gibt. Ich weiß nun nicht die Besetzungen der ganzen Bands, doch der Rock’n’Roll hier scheint mir eher ein Männerding zu sein. Schade. Dadurch wird die Musik hier nicht schlechter, doch würde der Welt und auch solch einen umfangreichen Sampler ein bisschen mehr Diversität gut tun.

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Tracklist
Black Sheriff – Turn Me On
Black Gremlin – The Flame
Deathtraps – Track Marks and Lullabies
The Egyptian Gay Lovers – Ten Pound Hammer
The Empire Strikes – The Fix
Governess – Drone Strike Love
Flexx Bronco – Heart on the Floor
Nevadah – Iggy Dog
The Drippers – Solitary Speaking
Randy Savages – Guilty Of Nuthin
Joecephus and the George Jonestown Massacre – Hit the Road
The Dirty Denims – One Way Ticket
Bunt – Fire
King Mastino – Ain’t Nothing to Fade
The Cheats – Bad Attitude
Reptile Tongue – Not the Passionate One
Dog Toffee – Kilmeister
East Coast Low – Bad Luck Blues
The 4 Faces – Best of Both Worlds
Projeckt Daghouse – Thousand Days
Poison Boys – Run & Hide
The Tracy Lords – House of Lords
The Cops – Life on the Beat
He Who Cannot Be Named – Bad Penny
Hard Action – Tunnel Vision
Thee Eviltones – Human Mistake

Erscheinungsdatum
14.08.2020

Label
Fda / Screaming Crow Records (Rough Trade)

Rock