[Review] Cruor Hilla – Warten auf den Kater

Ein neues Album von Cruor Hilla; Warten auf dem Kater. Mal sehen was eben dieser hier so treibt und das gar auf Vinyl.

Mit fünfzehn Lieder kommt die Platte hier gut gefüllt um die Ecke und dazu hat sie auch noch ein ansprechendes Artwork zu bieten.
Musikalisch liefert Cruor Hilla hier kraftvollen deutschsprachigen Punk ab. Welcher hier nun so langsam aus dem Bällebad rausgekommen ist und sich damit wieder ein Stück weiterentwickelt hat.

Dabei werden hier auch ernsthafte Themen angesprochen, wie beispielsweise wird das Thema Depressionen angeschnitten, ohne dabei aber weiter in die Tiefe zu gehen. Muss es irgendwie auch gar nicht, denn dies hier wahrscheinlich nicht hineinpassen. Wäre irgendwie auch komisch, wenn es zwischen den Spaßliedern gepackt worden wäre.

Wobei der hier vorgehende Satz jetzt der ganzen Sache nicht sonderlich gerecht wird. Es handelt sich hier nicht um sogenannten Spaßpunk, aber eben um Punk und so werden Themen auch mal auf einen Punkt heruntergebrochen und nicht groß ausgebreitet. So wird das Thema Depression und Verlust knapp gehalten und konzentriert. Für weiteres ist es hier wahrscheinlich auch nicht so ganz der richtige Ort.

Das Spaß und auch verschiedene positive Stimmungen kommen dann aber in den weiteren Liedern durch. Lieder welche stilistisch wie thematisch recht abwechslungsreich sind dabei insgesamt aber als Album zusammenpassen. Dadurch ist diese Langspielplatte vielschichtig, verhindert die Monotonie und passt vom Sound wie auch der Stimmung gut zusammen.

Mein Fazit: Das Album ist erwachsener geworden, wie eben auch die Musiker selber. Das Album „Warten auf den Kater“ zeigt aber auch die Weiterentwicklung der Band auf musikalischer Ebene. Vor allem in der Stimmung des Albums ist dies zu merken. Das der Spaß nicht verloren gegangen ist, lässt sich an einigen Stellen der Platte merken, vor allem an der Spielfreude, aber auch in den Texten, oder auch in an den Zitaten in die eigene Jugend, wie bei dem Song über Commander Keen, über den auch schon mal Autobot einen Song gemacht hat.
Doch könnt ihr euch von Cror Hilla und ihrem neune Album hier einfach selber überzeugen, denn es gibt die Platte bei Bandcamp im Stream. Ansonsten gibt es das Vinyl für zirka 18 Euro bei der Band selber, wobei die Scheibe auf dreihundert Stück limitiert ist.

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Tracklist
Steuerfahnder im Großbordell
Nach der Party: Depression
Die Punker sind müde
Ich wäre gerne dumm
Noch so viel vor
Schweden
Zeit braucht Zeit
Ich gehe nicht nach Haus
Commander Keen 6: Aliens ate my babysitter
UNVKCIB
Spielerfrau
Arbeitsbummelei
Jüterbog brennt
Der letzte Tag des Sommers
Leuchten

Erscheinungsdatum
23.07.2021

Label

Stream

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Punk / Oi / HC